Neonazis wollen Lesung im RSL-Vereinsheim "Fischladen" stören

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24.

Juni
2011
Freitag

Wie die BILD Leipzig berichtete, bedrohten Neonazis den Autoren Ronny Blascke. Blaschke las am 24.6. aus seinem Buch "Angriff von Rechtsaußen. Wie Neonazis den Fußball missbrauchen". Die Lesung fand im "Fischladen" statt, dem Sitz des Fußballvereins Roter Stern Leipzig - was Leipziger Neonazis zusätzlich provoziert haben soll, meinte Blaschke gegenüber der BILD:

„Der Rote Stern ist ein antirassistischer Verein. Die Rechten sehen darin eine Provokation, sie betrachten den Verein als politischen Feind. Mir haben jetzt schon zwei Neonazis geraten, die Lesung abzusagen, andernfalls würden sie mit mindestens 50 Leuten in Connewitz aufkreuzen."

Weiter heißt es im BILD-Artikel:

Indirekt wurde dem Autor wegen seiner Enthüllungen über die Neonazi-Szene Gewalt angedroht. Beispielsweise wurde Blaschke von einem Neonazis gefragt, wie er „nach der Lesung heil nach Hause" kommen wolle, schließlich würde er „zwischen alle Fronten geraten".

Blaschke hatte in der Vergangenheit mehrfach über neonazistische Umtriebe im Leipziger Fußball berichtet, so auch über den Anführer der Hooligan-Gruppierung "Blue Caps", Rene B., der zwischenzeitlich auch für die sächsische NPD arbeitete. Aus dessen Umfeld heraus erfolgten nun die Drohungen gegen Blaschke.