Neonazis wollten Veranstaltung in Geithain stören

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

15.

Juli
2010
Donnerstag

Etwa 15 Neonazis bedrängten am 15. Juli in Geithain die BesucherInnen einer Informationsveranstaltung, bei der über lokale Strukturen der rechten Szene und Möglichkeiten der Intervention diskutiert werden sollte.

Zwei der Neonazis versuchten, in die Veranstaltungsräume zu gelangen, wurden von den OrganisatorInnen jedoch abgewiesen. Weitere zwei Neonazis betraten schon vor Veranstaltungsbeginn den Saal und wurden des Raumes verwiesen, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung zu gewährleisten. Vor dem Eingang sammelten sich derweil die restlichen Kameraden, die zum Umfeld des "Freien Netzes Borna-Geithain" gehören. Unter ihnen befand sich auch der parteilose Stadtrat und überzeugte Neonazi Manuel Tripp, der 2009 zur Stadtratswahl in Geithain für die NPD kandidierte.

Mit ihrer Vortragsveranstaltung wollte die "Initiative für ein weltoffenes Geithain" auch über diese Personen-Zusammenhänge informieren. Grund: Geithain hat sich zu einem Vorposten des neonazistischen Netzwerkes der "Freien Kräfte" entwickelt, die hier versuchen, ein Klima der Bedrohung und Angst zu erzeugen. Gewaltsame Übergriffe auf Jugendliche, das Veröffentlichen von Steckbriefen mit Bildern und Namen von AntifaschistInnen sowie Propaganda im Geithainer Stadtbild sind keine Seltenheit.

Quelle: 

chronik.LE, Campus vom 11. Juni 2010 über Manuel Tripp [PDF ]