Neonazistische Tattoos in der Öffentlichkeit getragen

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17.

August
2018
Freitag

Ein Erwachsener trägt in der Leipziger Öffentlichkeit sichtbar ein Tattoo mit Keltenkreuz sowie einem Totenkopf mit Stahlhelm und Doppelsigrune.

Die Sigrune entstammt der völkischen Bewegung des 19. und 20. Jahrhunderts und wurde im Nationalsozialismus in ihrer doppelten Form von der Schutzstaffel (SS) verwendet. Der Totenkopf findet sich ebenfalls im Zusammenhang mit der SS wieder. So gab es im Nationalsozialismus sogenannte SS-Totenkopfverbände, deren Symbol neben der Doppelsigrune der Totenkopf war. Diese waren unter anderem für den Betrieb und die Bewachung der Konzentrationslager zuständig. Das öffentliche Zeigen beider Symbole ist in Deutschland strafbar.

Dafür wird er wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 90 Tagessätzen verurteilt.