Neulich bei der Polizei: "Falschgeld zahlende Rumänen"

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

2.

Dezember
2010
Donnerstag

In der Pressemitteilung der Polizeidirektion Westsachsen vom 2. Dezember beweist die Polizei wieder einmal ihr starkes Interesse an der vermeintlich nichtdeutschen Herkunft von Tatverdächtigen.

Unter der Überschrift "Achtung! Autokäufer wollte mit Falschgeld bezahlen" berichtet die PD Westsachsen, dass „zwei aus Rumänien stammende Männer beabsichtigten, (...) von Falschgeld ein Auto zu kaufen.“

Die in der PM aufgeführte Tat steht jedoch in keinerlei sichtbaren Zusammenhang mit der Herkunft der Tatverdächtigen, sodass für die Leser_innen dieser Hinweis nicht zum Verständnis beiträgt, sondern vielmehr befördert es die Verbindung zwischen nicht-deutscher Herkunft und Kriminalität, sodass es zur Festigung von rassistischen Vorurteilen in der Bevölkerung gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund kommt.