NPD-Bürgerwehr in Grünau

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18.

September
2018
Dienstag

Auf der Facebook-Seite der NPD Sachsen werden Fotos veröffentlicht, die belegen sollen, dass die NPD auch in Leipzig ihre "Schutzzonenkampagne" durchführt. Selbst beschreibt die Partei die Kampagne wie folgt: "Im Rahmen der sogenannten Schutzzonenkampagne sollen Räume geschaffen werden, die – zeitlich begrenzt oder langfristig – Schutz vor Gewalt, Bedrohung und Verfolgung bieten." Der Bundesrepublik werfen sie vor, dass sie ihre Bürger_innen angeblich nicht mehr effektiv schützen könne. Diese Lücke solle nun von der NPD gefüllt werden, welche sich damit als Beschützerin inszeniert. Solche Streifen, die wohl eher als Bürgerwehren bezeichnet werden müssen, fanden in Sachsen u.a. schon in Dresden, Rosswein und Chemnitz statt.

Die Fotos zeigen vier bzw. sechs Personen, darunter der Eilenburger NPD-Stadtrat und JN-Bundesvorsitzende Paul Rzehaczek. Die Personen sind tagsüber in Leipzig-Grünau und abends oder morgens am Wilhelm-Liebknecht-Platz mit Warnwesten und Klemmbrett unterwegs. In Grünau posieren die Neonazis u.a. vor dem lokalen Abgeordnetenbüro der Partei DIE LINKE.

Ob die NPD tatsächlich entsprechende Sreifen durchführt, ist fraglich. Vielmehr ist anzunehmen, dass es sich eher um eine reine PR-Kampagne der zunehmend bedeutungslosen Partei handelt.

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