NPD und JN halten Mahnwache in "Gedenken an die Toten von Dresden"

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13.

Februar
2015
Freitag

Laut eigenen Fotos nahmen am 13. Februar 17 Personen an einer "Gedenkveranstaltung" teil. Der Anlass für die von JN Sachsen und NPD Leipzig organisierte Mahnwache war das "Gedenken" an die Toten von Dresden. Jährlich erinnern vor allem in Dresden Nazis an die Opfer der Luftangriffe der Alliierten, die maßgeblich zur Befreiung Deutschlands beitrugen, in Dresden. Vermutlich auf der Rückreise von einer Veranstaltung in Döbeln wurde die Gelegenheit ergriffen, vor dem Leipziger Rathaus zu posieren.
Auffällig ist, dass dasselbe Transpi, welches bei dieser sogenannten Mahnwache verwendet wurde, auch am 15.2. in Dresden bei einer Demonstration von Nazis zum gleichen Thema als Fronttranspi genutzt wurde. Hier war unter anderem auch Enrico Böhm, gescheiterter Stadtratskandidat in Leipzig und aktiver Neonazi, in erster Reihe anwesend.
Im Rahmen der neonazistischen Form des "Gedenkens", wird versucht den Opferdiskurs umzudrehen und "die Deutschen" als Betroffene des Zweiten Weltkriegs darzustellen. Oftmals bewegt sich dieser Diskurs nah an der Holocaustleugnung und ist verbunden mit neonazistischen Argumentationslinien rund um den Nationalsozialismus.

Quelle: 

Facebookseite des NPD Kreisverbands, Post vom 13.2.15 um 21:37