Polizei untersagt Konzert im NPD-Zentrum

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15.

Dezember
2012
Samstag

Im NPD-Zentrum in der Odermannstraße 8 sollte am Samstagabend ein Konzert der neonazistischen Band "Ostfront" stattfinden. Die Polizei untersagte die Durchführung des Konzerts noch vor Beginn der Veranstaltung.

In der Odermannstraße 8 sollte erneut ein Konzert stattfinden, das für ca. 50 Leute geplant war. Gegen 18Uhr war die thüringsche Neonazi-Band "Ostfront" angereist. Allerdings blieb es bei der Anreise der siebenköpfigen Band und einigen anderen Personen. Laut Medieninformationen der Polizeidirektion Leipzig wurden "im Rahmen offensiver polizeilicher Vorkontrollen Liedtexte mit volksverhetzendem Charakter festgestellt". Aufgrund des Fundes schloss die Polizei die Begehung weiterer Straftaten nicht aus und untersagte die Veranstaltung. Des weiteren unterband die Polizei den Zugang zum Nazizentrum, führte weitere Durchsuchungen sowie Indentitätsfeststellungen durch und erteilte Platzverweise. Neben "Ostfront" sollte auch die Band "Wolfsgarde" aus Sachsen-Anhalt auftreten. Die Band trat u.a. ein Jahr zuvor bei einem konspirativ organisierten Nazi-Konzert im nordsächsischen Staupitz auf.

Bereits mehrfach wurde das sogenannte "nationale Zentrum" für neonazistische Konzerte genutzt. So trat unter anderem der Neonazi-Barde und ehemalige NPD-Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten Frank Rennicke im Juli 2009 und im März 2012 in der Odermannstraße 8 auf.