"Pro Deutschland"-Chef wirbt in Leipzig um Anhänger

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21.

August
2010
Samstag

Der Vorsitzende der von Berlin aus agierenden rechten Kleinstpartei "Pro Deutschland" Manfred Rouhs (bis April 2011 auch "Pro Köln"-Stadtrat) hat bei einer Veranstaltung in Leipzig um die Unterstützung weiterer Splitterparteien aus diesem Spektrum geworben. Bei einem DSU-nahen Gesprächskreis warb er für das Konzept seiner rechtspopulistischen „Bürgerbewegung“. Teilgenommen haben neben Vertreter/innen der rechtskonservativen "Deutschen Sozialen Union" (DSU) auch solche des „Bündnis Arbeit, Familie, Vaterland“ des früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Henry Nitzsche und der Chemnitzer "Pro Chemitz"-Stadtrat Martin Kohlmann (früher "Republikaner").

Zu konkreten Verabredungen der Beteiligten kam es bei dem Treffen jedoch zunächst nicht. Immerhin hätten sich einige Teilnehmer/innen bereit erklärt, nach Berlin zu reisen, um sich dort an „Pro Deutschland“-Aktivitäten zu beteiligen. Außerdem wolle Rouhs eine überregional verwendbare Postkarten-„Petition“ gegen die Aufnahme der Türkei in die EU erstellen, die u.a. in Leipzig verteilt werden soll.

Es bleibt fraglich, ob für die teilweise im Zerfall begriffene Landschaft völkisch-nationaler Kleinstparteien in Sachsen langfristig eine Zusammenarbeit mit "Pro Deutschland" attraktiv erscheint.