Racial Profiling und Beleidigung in der LVB

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22.

August
2018
Mittwoch

Zwei Kontrolleure kontrollieren im Auftrag der LVB Tickets in der Straßenbahn.
In der Straßenbahn werden nicht alle Personen gleichermaßen kontrolliert, sondern lediglich gezielt zwei andere Personen mit Kind, welche aus Sicht der Kontrolleure vermutlich ebenfalls ins Raster "Nicht-Deutsch" passen. Beide haben ein gültiges Tickets. Die Tickets der einen Person sind allerdings etwas verblichen, weswegen ihr vorgeworfen wird das Ticket gefälscht zu haben. Das Gespräch wird zunehmend unsachlicher und lauter. Einer der kontrollierten Fahrgäste bittet den Kontrolleur seine Begleitung und das Kind nicht so anzuschreien. Das Kind weint mittlerweile, die Fahrgäste verpassen die Ausstiegsstation.
Als die beiden sich schließlich mit der Situation abfinden und die Strafe annehmen wollen, kommt der zweite Kontrolleur dazu und die Situation eskaliert. Der Kollege nimmt an, dass der Fahrgast spanisch spricht und wird laut und unhöflich. Zwar spricht der Fahrgast deutsch, dennoch wird er sobald er sich äußert mit den Worten "Shut up" und "Sprich deutsch" aufgefordert, nichts zu sagen.
Die Fahrgäste bitte darum, die Straßenbahn verlassen zu können, da sie schon zu weit gefahren sind. Die Kontrolleure drohen daraufhin mit der Polizei. Die tatsächlich gerufene Polizei nimmt die Personalien der beiden Fahrgäste auf. Einer der Kontrolleur fordert die Polizei dazu auf, die Gültigkeit des Passes des Fahrgastes zu überprüfen. Der Vorwurf ohne Ticket zu fahren, wird mittlerweile beiden gegenüber geäußert. Durch die Kontrolle verlieren die beiden Fahrgäste eine Stunde Zeit.

Quelle: 

chronik.LE