Racial Profiling am Richard-Wagner-Hain

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1.

April
2020
Mittwoch

Zwei Personen, die an der Sachsenbrücke spazieren gehen, werden offenbar Opfer einer rassistischen Polizeikontrolle. Die beiden aus Libyen stammenden Männer setzen sich, wie viele andere Menschen an diesem Tag auch, an den Richard-Wagner-Hain. Zwei Polizisten, die auf dem Fahrrad vorbei fahren, halten an und kontrollieren ihre Ausweise. Da die beiden nicht zusammen in einem Haushalt leben, erhalten sie einen Bußgeldbescheid. Danach kontrollieren die Beamten laut Aussagen der zwei Männer noch zwei andere Menschen, "die auch Ausländer waren". Die vielen anderen Menschen, die im Park sitzen, kontrollieren sie nicht.

Aufgrund der Corona-Pandemie herrschen im April 2020 in Sachsen Ausgangsbeschränkungen, die Menschen aus verschiedenen Haushalten untersagen, zusammen zukommen. Dadurch soll das Risiko einer Ansteckung mit Covid-19 verringert werden. Der Verstoß gegen diese Beschränkungen wird mit Geldstrafen geahndet.

Quelle: 

Chronik.LE