Rassismus an der Clubtür

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14.

September
2012
Freitag

Am Freitag Abend stand eine Gruppe von fünf Freund_innen zusammen mit anderen Menschen in einer Warteschlange vor dem Leipziger Club "Twenty One" (Gottschedstraße 2). Nach etwa anderthalb Stunden kam die Gruppe an den Einlass des Clubs. Während zwei Personen, beide aus Brasilien, problemlos in den Club konnten, verweigerte der Türsteher den restlichen Personen den Eintritt und verlangte nach deren Ausweisen. Die drei Personen, eine aus Brasilien sowie zwei aus Indien, zeigten daraufhin die entsprechenden Dokumente, Pass, Visum und Aufenthaltserlaubnis, vor. Dennoch verweigerte der Türsteher weiterhin den Einlass und verwies die drei ohne Begründung des Clubs. Mit auf den Weg gab er ihnen in schroffem Ton die Aufforderung, dass die drei „besser Deutsch“ lernen sollten.

Einer der Betroffenen fühlte sich laut eigenen Angaben durch den Umgang des Türstehers und durch die entstandene Situation „gedemütigt“ und „öffentlich diskriminiert“. Aufgrund der Ungleichbehandlung gegenüber allen Anderen in der Warteschlange, der ansonsten unkommentierten Abweisung durch den Türsteher sowie der respektlosen Behandlung, geht der Betroffene davon aus, dass er und seine Freund_innen aufgrund ihrer Hautfarbe rassistisch diskriminiert wurden. Die Person hat sich an das Antidiskriminierungsbüro gewandt und das Twenty One zu einer Stellungnahme aufgefordert.

Quelle: 

Betroffenenbericht