Rassistische Schmierereien an Bahnhöfen in Böhlen, Neukieritzsch und Lobstädt

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

30.

Juli
2016
Samstag

An den Bahnhöfen in Böhlen, Neukieritzsch und Lobstädt wurden die Umrisse von menschlichen Körpern auf den Boden gezeichnet und so ein Tatort nachgestellt. Neben den Zeichnungen befanden sich rote Farbe, welche vermutlich Blut symbolisieren sollte, sowie mehrere Zettel mit Äußerungen wie „Migration tötet“ und „MERKEL=Volkstod“. Teilweise war der vermeintliche Tatort mit Absperrband abgeriegelt worden.
Ohne sich zu der Tat zu bekennen, veröffentlichte die JN Leipzig auf ihrer Facebookseite vermeintliche Bilder dieser Aktion. Die Jungen Nationalisten verwiesen dabei auf einen MOPO24-Artikel, der zwar den kopierten Text, jedoch aber andere Bilder beinhaltet.
Die Tat ähnelt im Vorgehen an ähnliche Aktionen der vergangenen Wochen im Raum Dresden, bei denen Leichenumrisse in Heidenau, Dresden-Zschachwitz und am Bahnhof Königstein auftauchten. Am 30. Juli konnten bei einer erneuten Aktion vor dem sächsischen Landtag drei polizeibekannte Dresdner (31, 35, 50) und einen Freitaler (39) gestellt werden. Hier ermittelt das Staatsschutzdezernat.

Quelle: