Rassistische Stereotype auf dem Oschatzer Weihnachtsmarkt

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4.

Dezember
2016
Sonntag

Seit 25 Jahren besuchen sogenannte "Mohren" aus der Oschatzer Partnerstadt Blomberg den Oschatzer Weihnachtsmarkt. Dabei verschenken die schwarz geschminkten Personen Süßigkeiten an Kinder welche den Weihnachtsmarkt besuchen.
Die Bezeichnung der Personen als "Mohren" steht dabei in kolonialistischer Tradition. Die so bezeichnete Personengruppe wird oft stereotyp dargestellt: dicke Lippen, krauses Haar, große Ohrringe. Ihr "unzivilisiertes" Verhalten steht dabei dem der "zivilisierten Europäer" gegenüber.
Das Schminken von Weißen als Schwarze wird vielfach als Blackfacing bezeichnet und als rassistische Praxis kritisiert. Laut der Kritik wird damit existierendes Erfahrungswissen und die Analysen Schwarzer Personen ignoriert.

Quelle: 

LVZ-online vom 04.12.16: Sint Nikolaas und seine Mohren auf dem Oschatzer Weihnachtsmarkt