Rassistische Vernichtungsfantasien in Tram

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

24.

November
2018
Samstag

Drei Personen fahren am Samstagnachmittag mit der Tram 3 Richtung Hauptbahnhof. Der Mann sieht im Vorbeifahren drei Schwarze Personen und sagt laut "Vergasen müsste man das Viehzeug in Auschwitz." Das Mädchen neben ihm kichert und freut sich über das Wort vergasen. Als sich daraufhin eine unbeteiligte Mitfahrerin kritisch zu dem Gesagten positioniert, sagt der Mann, dass dies ein freies Land sei und er sich sehr wohl so äußern dürfe. Die Diskussion wird von der dritten Person der Gruppe, wahrscheinlich der Freundin des Mannes, angeheizt. Laut der Meinung des Mannes bekämen Geflüchtete "alles in den Arsch geschoben" und würden "unsere Frauen vergewaltigen". Die Äußerungen werden im Laufe des Streits persönlicher und er beleidigt die einschreitende Mitfahrerin. Beim Aussteigen äußert er nochmal sein Unverständnis über flüchtende Männer, welche ihre Frauen und Kinder zurücklassen würden. "Wir" Deutschen hätten im Krieg gekämpft. Andere Fahrgäste im Waggon reagieren nicht.

Quelle: 

chronik.LE