Rechte Demonstration in Wurzen

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26.

März
2018
Montag

Die im Februar gegründete [https://www.chronikle.org/ereignis/gr%C3%BCndung-rassistischen-b%C3%BCrg... rechte Bürgerinitiative "Neues Forum Wurzen"] veranstaltet eine Demonstration in Wurzen.
Auf einem auf Facebook verbreiteten Plakat heißt es u.a. "Wer verhindern will, dass Wurzen in zwanzg Jahren aussieht, wie Duisburg Marxloh heute" solle zur Demonstration gehen. Duisburg-Marxloh wird von Rechten immer wieder als Sinnbild für eine verfehlte Integrationspolitik und vermeintliche Parallelgesellschaften herangezogen.
Neben sozialen Netzwerken wird die Demonstration auf der rechten Seite "Journalistenwatch" beworben. Dort wird ein Brief dokumentiert, welcher mehrmals gegen das vor Ort ansässige Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK) schießt. Als Ziel wird formuliert, dass NDK in "die Schranken zu weisen, seine Finanzierung mit Steuergeld zu unterbinden". Weiterhin solle der vermeintliche Rufmord des NDK an der Stadt Wurzen unterbunden werden. Das NDK leistet vor Ort wichtige Arbeit indem es u.a. Geflüchtete unterstützt und immer wieder auf neonazistische Strukturen hinweist.
An der Demonstration beteiligen sich laut LVZ 200 Personen, der rechten Initiative nach 300. Neben Bürger_innen aus Wurzen nahmen an der Demonstration auch Vertreter der rechten Initiative "Zukunft Heimat" aus Cottbus teil, deren Vorsitzender sprach sogar ein Grußwort. Die Initiative demonstrierte bereits mehrfach in Cottbus gegen Geflüchtete (Vgl. z.B. die Berichterstattung im Neuen Deutschland von [https://www.neues-deutschland.de/artikel/1076876.anti-fluechtlings-demon... Januar 2018] und [https://www.neues-deutschland.de/artikel/1080541.rechte-szene-in-cottbus... Februar 2018].
Ein Fokus der Demonstration ist die Flüchtlingspolitik. Dazu wurden Schilder mit den Aufschriften "Heimatliebe ist kein Verbrechen", "Multikulti Endstation" und "Unsere Heimat geben wir nicht auf" mitgeführt. Neben der Flüchtlingspolitik geht es auf der Demonstration maßgeblich um das NDK. Dieses erkläre angeblich alle zu Rassisten, welche "sich kritisch über die Zuwanderung äußerten". Deshalb sei es für die Initiative "eine primäre Aufgabe, das Netzwerk in die Schranken zu weisen und seine Finanzierung mit Steuergeldern zu unterbinden." (beides LVZ) Passend dazu wird ein Transparent mit der Aufschrift "Dem Hetzwerk den Steuergeldhahn abdrehen" mitgeführt.
Bekannt wurde weiterhin, dass mehrere Geschäftsleute aus Wurzen der rechten Initiative angehören.

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