Reichsbürger aus Grimma will Bürgermeister festnehmen

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22.

November
2016
Dienstag

Der mutmaßliche Reichsbürger K. belästigt seit längerem die Stadtverwaltung in Grimma. Er fordert die Einrichtung eines Petitionsausschusses in der Stadt. Dies wurde jedoch von der Stadtverwaltung abgelehnt, da Petitonsausschüsse nur auf Landes- oder Bundesebene möglich seien.
In der Bügersprechstunde des Oberbürgermeisters am 22.11.2016 eskaliert dann die Situation. Er bedroht den Bürgermeister und will ihn festnehmen lassen. Daraufhin erteilt ihm der Oberbürgermeister Hausverbot. In einer anschließenden E-Mail an den OBM fantasiert er über die Beendigung der Besetzung Deutschlands durch den neu gewählten amerikanischen Präsidenten Donald Trump. Die Willkür der BRD habe endlich ein Ende.

Die Reichsbürgerbewegung umfasst mehrere uneinheitliche, sektenartige Gruppierungen von Verschwörungstheoretikern und Neonazis in Deutschland. Ihr Weltbild besteht aus neonazistischer, rassistischer und antisemitischer Ideologie, Verschwörungstheorien oder esoterischen Konstrukten. Sie erkennen die Bundesrepublik Deutschland als Staat nicht an. Ihrer Ansicht nach besteht das Deutsche Reich bis heute fort, sei aber von den Alliierten besetzt und werde von diesen ausgebeutet.

Quelle: 

chronik.LE