Rocker trägt Tätowierung mit Nazi-Symbolen zur Schau

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2.

April
2011
Samstag

Ein Mann wurde wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen verurteilt. Er war am 2. April auf dem Weg zu einer Veranstaltung der "Hells Angels". Auf seiner rechten Wade trug er für die Öffentlichkeit erkennbar eine Tätowierung, bestehend aus einem Keltenkreuz und darunter einem Skinhead mit einer Wolfsangel auf der Brust.

Im Nationalsozialismus trugen die Adjutanten der Hitlerjugend die Wolfsangel als Ärmelaufnäher, auch die "SA-Standarte Feldherrenhalle" und der "Nationalsozialistische Schülerbund" verwendeten dieses Symbol als Ausdruck der Wehrhaftigkeit. Das Verwenden der Wolfsangel ist in einem neonazistischen Kontext verboten.

Das Keltenkreuz gilt als Symbol der White-Power-Bewegung. Es diente als Kennzeichen der 1982 verbotenen neonazistischen "Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands" (VSBD) und ist daher ebenfalls verboten.