Sächsische Neonazis werben in Mecklenburg-Vorpommern für Dresdner "Trauermärsche"

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22.

Januar
2011
Samstag

Zusammen mit dem neonazistischen "Aktionsbündnis gegen das Vergessen" (AgdV), das seit 2007 "Aktionswochen" zum Jahrestag der Bombardierung Dresdens am Ende des Zweiten Weltkriegs organisiert, nahm der sächsische JN-Vorsitzende Tommy Naumann aus Leipzig am Sonnabend an der Jahresauftaktveranstaltung der NPD Mecklenburg-Vorpommern teil. Neben den sächsischen Neonazis referierte dort unter anderem der bekannte Szene-Anwalt Wolfram Nahrath, letzter Bundes-"Führer" der 1994 verbotenen "Wiking-Jugend", über "Die Lebensgesetze als Grundlage politischen Handelns".

Zwei Vertreter_innen des AgdV warben für den von ihnen auch in diesem Jahr für den 13. Februar in Dresden geplanten "Gedenkmarsch" der regionalen "Freien Kräfte", Tommy Naumann für die - angeblich unabhängig davon - durch ein Bündnis aus NPD, JN, "Freien Kräften" und "Junge Landsmannschaft Ostdeutschland" (JLO) organisierten Aufmärsche unter dem Motto "Recht auf Gedenken – Der Wahrheit eine Gasse!" am 19. Februar 2011.

Die JLO hatte zuvor jahrelang als Anmelder der "Trauermärsche" in Dresden fungiert. Defacto wurde diese Großdemonstration der verschiedenen Fraktionen der völkischen Nationalisten aber immer mehr von der NPD dominiert. Im vergangenen Jahr wurde der Aufmarsch jedoch erstmals durch Massenblockaden verhindert. Auch in diesem jahr sind wieder derartige Proteste geplant, an denen sich u.a. auch das Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" beteiligt.

Quelle: 

AgdV-Homepage vom 23.01.2011