Sexuelle Übergriffe auf dem Weihnachtsmarkt

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28.

November
2019
Donnerstag

Am Donnerstagabend belästigten drei Männer wiederholt vorbeilaufende Frauen auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt. Einer aus der Gruppe, ein 23-jähriger Mann, den die Polizei als Hauptverdächtigen benennt, belästigte und umarmte eine Mitarbeiterin eines Marktstandes gegen ihren Willen, als diese an ihm vorbeilaufen wollte. Die Frau konnte sich aus seinem Griff lösen.

Ein Passant, der die Szenerie beobachtet hat, sprach die Männer auf ihr Verhalten an, woraufhin er von ihnen angegriffen, geschlagen und getreten wurde. Die Begleiter*innen des eingreifenden Passanten wollten die Auseinandersetzung schlichten, doch auch sie wurden durch die Männergruppe angegriffen und ins Gesicht geschlagen.

Der 23-Jährige spuckte anschließend den anwesenden Frauen ins Gesicht und beleidigte sie auf sexistische Weise. Zudem entblößte er sein Geschlechtsteil. Alarmierte Polizist*innen konnten den 23-Jährigen festhalten, währenddessen seine zwei Begleiter entkommen konnten. Die Polizei ermittelt nunmehr wegen gefährlicher Körperverletzung, Körperverletzung, Beleidigung, sexueller Nötigung und Sachbeschädigung.

Hinter dem Agieren der Männergruppe stecken ein misogyne Akte. Mehr zu Misogynie im Artikel "Einzelfall, tragisches Schicksal oder selbst Schuld? Frauenmorde und ihre rassistische Verwertung" (S. 40-42) von Naomi Shibata und Lena Kirsch in der 2019er Ausgabe der »Leipziger Zustände«.

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