Sexuelle Belästigung in Volkmarsdorf

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

2.

Dezember
2019
Montag

Am Montagabend belästigen zwei Männer eine Frau sexuell. Auf einer Straße in Volkmarsdorf folgen sie ihr in einem Abstand von weniger als zehn Metern und machen anstößige Geräusche. Zudem bewerten sie das Äußere der Frau und rufen ihr hinterher, sie würden sie lieben. Als die Frau schneller geht, passen sich die Männer dem Tempo an. Als die Frau an ihrer Haustür ankommt, schreit sie die Männer an, die darüber lachen und weitergehen.

Da die Frau die Erwartung der beiden Männer ignoriert bzw. sich ihnen versucht hat zu entziehen, reagierten diese mit dem Versuch des Erzeugens von Angst - in Form der Beibehaltung des Abstandes auf Hörweite sowie die Erhöhung des Schritttempos - sowie dem Verhöhnen der Frau - in Form des Lachens, als die Frau an ihrer Haustür ihren Unmut gegenüber der sexuell-belästigenden Verhalten äußert.

Das Erzeugen von Angst sowie das Verhöhnen können als Mittel des Zurechtweisens gedeutet werden. Somit verbirgt sich hinter dem Agieren der Männer ein misogyner Akt. Mehr zu Misogynie im Artikel "Einzelfall, tragisches Schicksal oder selbst Schuld? Frauenmorde und ihre rassistische Verwertung" (S. 40-42) von Naomi Shibata und Lena Kirsch in der 2019er Ausgabe der »Leipziger Zustände«.

Quelle: 

chronik.LE