Shoaleugnung in Leipziger Bar

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12.

Juli
2019
Freitag

Zwei Männer betreten eine Leipziger Bar und setzen sich an den Tresen, um mit den dort bereits sitzenden Personen ein Gespräch darüber anzufangen, wie sehr ihnen Deutschland gefallen würde. Als die Umstehenden erwidern, dass es in der deutschen Geschichte auch „Dinge, die nicht toll waren“, gäbe, bezeichnet einer der Männer dies als Lüge und behauptet mehrfach, von seiner Großmutter zu wissen, dass die Rote Armee die Konzentrationslager gebaut hätte, um die Deutschen fälschlicherweise beschuldigen zu können. Der andere Mann mischt sich ebenfalls in die Diskussion ein und betont, dass sie beide Deutschland lieben würden und er „deutsches Blut in den Adern“ hätte. Als sie damit konfrontiert werden, dass in der Schoa sechs Millionen Jüdinnen_Juden ermordet wurden, bezeichnen sie auch dies als „gelogen“.
Die Diskussion findet zwischen den beiden Männern und drei anderen Besucher_innen der Bar sowie dem Barpersonal statt. Auch historische Fakten können die beiden nicht von ihrer Position abbringen. Sie werden schließlich der Bar verwiesen. Beim Rausgehen beschwert sich einer der Männer noch und verweist noch einmal auf „deutsches Blut“ der beiden.

Quelle: 

Facebook-Meldung Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus vom 18.08.2019: Vorfall Meldung Sachsen, Leipzig – 12.07.2019. Schoaleugnung in Bar