Störaktionen von Nazis gegen zivilgesellschaftliches Engagement in Eilenburg

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8.

September
2008
Montag

Um Neonazipropaganda in der Stadt zu entfernen, trafen sich in Eilenburg etwa 30 Menschen am Rathaus, vorwiegend Jugendliche aus verschiedenen Clubs der Stadt. Dazu aufgerufen hatten Kirche und Stadtverwaltung.

Noch vor Beginn der Aufräumaktion sammelten sich auf dem nahegelegenen Marktplatz nach Zeugenangaben etwa 150 Neonazis, die Polizei sprach später von "50 rechtsgerichteten Personen". Noch am Marktplatz brüllen sie Neonaziparolen und werfen Feuerwerkskörper. Einige Nazis werfen "Zettel mit rechten Parolen" (PM der Polizei) und verkleben Aufkleber mit rassistischen Inhalten.

Als die TeilnehmerInnen die Putzaktion beginnen wollen, werden sie von den Neonazis beleidigt und massiv bedrängt, bedroht und verbal attackiert. Nur die herbeigerufene Polizei kann unmittelbare Übergriffe verhindern, Verstärkung aus der Umgebung und Leipziger Einsatzpolizei müssen dafür anrücken. Die "Störer" werden kontrolliert und erhalten Platzverweise, die Polizei "ahndet" nach eigenen Angaben mehrere Ordnungswidrigkeiten.

Quelle: 

Amal-Sachsen
LVZ Delitzsch//Eilenburg vom 10.09.08