Tattoo-Expo bewirbt Veranstaltung mit Yakuza

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3.

März
2018
Samstag

Die Tattoo-Expo wirbt an verschiedenen Stellen in Leipzig mit Plakaten für ihre Veranstaltung in Markkleeberg. Darauf ist eine Frau mit tiefem Ausschnitt eines Yakuza-T-Shirts abgebildet. Die präsentierende Darstellung der Frau zielt dabei lediglich auf ihr Äußeres ab und degradiert diese somit zum Objekt.

Yakuza ist eine Kleidungsmarke, welche 2004 in Bautzen gegründet wurde. Die Marke zeichnet sich durch eine martialisches Design aus, verwendet dabei jedoch keine neonazistischen Codes oder Motive. Die Produkte wurden und werden immer wieder in Läden zusammen mit extrem rechten Kleidungsmarken verkauft. Die Marke wird zunehmend auch von Menschen außerhalb des rechten Spektrums auch ohne politischen Bezug getragen. Yakuza distanzierte sich öffentlich vom Vertrieb und Tragen durch Menschen mit rechter Gesinnung und bezeichnen sich als "unpolitisches Label".

Recherchen des Antifaschistischen Infoblatts (AIB) deckten Verbindungen zu einem Mitglied einer neonazistischen Gruppierungen auf. So gehörte Markus E. Anfang der 2000er zum Umfeld der sächsischen "Hammerskin"-Sektion, gegen die zeitweilig wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung ermittelt wurde.

Quelle: 

chronik.LE