Taucha: NPD versucht Schüler_innenräte zu agitieren

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3.

Februar
2010
Mittwoch

Gemäß ihrer Strategie "Kampf um die Köpfe" versucht die NPD immer wieder in und vor Schulen für ihre menschenverachtenden Ideen Werbung zu machen. Trotz des Verbots für Parteien an Schulen Wahlwerbung zu betreiben wurden in den letzten Jahren tausende sogenannter NPD-Schulhof-CDs mit rassistischen, völkischen und nationalistischen Songs kostenlos an Schüler_innen verteilt. Große Unterstützung bei den Verteilaktionen erhielt die NPD durch die sogenannten Freien Kräfte.

Nun hat sich die NPD-Landtagsfraktion wieder was Neues einfallen lassen. Im Januar erhielten die Schüler_innenräte von rund 500 Schulen in Sachsen ein Rundschreiben inklusive der NPD-Jugenzeitung "Durchblick". Auch in Taucha erhielten die Schüler_innenräte der Mittelschule diese Wahlwerbung. In dem Schreiben hetzt NPD-Fraktionschef Holger Apfel ungeniert gegen CDU und FDP und bezeichnet diese als „Bonzenparteien". In rassistischer und antisemitischer Manier weiß er zu berichten, dass diese Parteien nicht mehr „Politik für die Mehrheit unseres Volkes, sondern nur noch für Ausländer, das Ausland und das Großkapital" machen würden.

Laut LVZ Online überlegt die Stadt Taucha als Träger der Mittelschule einen Strafantrag gegen die NPD zu stellen. Auch das Jugendparlament Taucha sieht in dem Versuch, die Schüler_innen zu agitieren, einen klaren Verstoß gegen das Schulgesetz. Auf einer Sitzung verurteilte das gewählte Gremium das Vorgehen der NPD.

Quelle: 

LVZ Online vom 03.02.2010