Veranstaltung von Karl-Heinz Hoffmann zum Rittergut in Kohren-Sahlis

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24.

April
2016
Sonntag

In Kohren-Sahlis sprach Karl-Heinz Hoffmann auf einer Veranstaltung unter dem Titel "Was wird aus dem Rittergut?". Eben jenes Rittergut hatte Hoffmann vor einigen Jahren gekauft und mit Hilfe der extra gegründeten „Fiduziarische Kulturstiftung Schloss Sahlis“ zwischen 2005 und 2007 ca. 130.000 Euro Fördergelder vom Freistaat bezogen. Im Januar 2016 wurde das Rittergut zwangsversteigert, da Hoffmann u.a. beim Abwasserzweckverband Wyhratal (AZV) hohe Schulden angehäuft hatte. Die im Januar 2016 teilnehmende Bevollmächtigte des anonymen Käufers sorgte mit Äußerungen zu einem geplanten „Konzentrationslager“ auf dem Gelände für Aufsehen.
Karl-Heinz Hoffmann war Gründer und bis zu deren Verbot im Januar 1980 Führer der paramilitärischen "Wehrsportgruppe Hoffmann". Aus diesem Kreis stammt der Hauptverdächtige des Oktoberfestattentats in München im September 1980, bei dem 13 Menschen getötet und 211 zum Teil schwer verletzt wurden. Das Gesehen um den größten rechtsterroristischen Anschlag in der Nachkriegsgeschichte ist bis heute nicht vollständig aufgeklärt. Ebenfalls in der Wehrsportgruppe aktiv war der Mörder von Frida Poeschke und Shlomo Levin, die im Dezember 1980 in Nürnberg getötet wurden.

Quelle: 

kleine Anfrage "Aktivitäten der extremen Rechten in Sachsen im Monat April 2016" von Kerstin Köditz