Verschwörungstheoretische Drohung gegenüber Hausprojekt

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5.

Juli
2019
Freitag

Ein Hausprojekt im Leipziger Süden bekommt eine Hassmail in welcher sich der_die Absender_in über das Selbstverständnis der Gruppe echauffiert. Er_sie unterstellt, die Gruppe sei am Wohnungsnotstand in Leipzig selbst Schuld, weil sie "alle im Land haben" wöllte. Außerdem bedient er in seiner Beleidigung der Gruppe antisemitische Stereotype, da er der Gruppe unterstellt "verjudetes Gesindel" zu sein, welches nur auf den Eigennutzen bedacht sei. Diese Stereotype fanden im Nationalsozialismus breite Anwendung und stellen eine Tradition in der Ideologie des Antisemitismus dar. Juden und Jüdinnen wurden schon im klassischen christlichen Antijudaismus mit Geld und Zinsverleih in Verbindung gebracht und in der weiteren historischen Entwicklung in den Geldhandel gezwungen, weil ihnen andere Arbeitsbereiche verwehrt blieben.
Die Hassnachricht der unbekannten Person endet mit der Forderung, die Gruppe solle aus dem Viertel verschwinden.

Quelle: 

chronik.LE