Wurzen: Neonazis vom "Freien Netz" bezeichnen Prinzen-Sänger als "Berufshetzer" und "Vorzeige-Antideutschen"

Druckeroptimierte VersionAls Email versenden

6.

Januar
2009
Dienstag

Das "Freien Netz Nordsachsen" brüstet sich virtuell damit, Sebastian Krumbiegel während seines Besuches im Rahmen einer Schultour in Wurzen (Landkreis Leipzig) kritisch begleitet zu haben. Zwar wurden die Neonazis, die den Sänger der Prinzen nach eigenen Angaben "einmal nach seiner persönlichen Intension und seinen politischen Neigungen zum Anti-Deutschtum" befragen wollten, zu Krumbiegels musiklischem Vortrag über die Themen Migration, Intoleranz und Vorurteile in der Berufsschule nicht eingelassen. (Ob sie es wirklich versucht haben, dafür gibt es außerhalb des Internets keine Bestätigung.)

Aber immerhin wollen "nationale Aktivisten" an diesem Tag und bereits zuvor Flugblätter zu den für Wurzen brandaktuellen Themen "Parallelgesellschaften" und "Linksextremismus" an ca. 2000 Haushalte verteilt haben. Die Neonazis verkünden stolz, dass sie mit ihren Flugblättern "dem Vorzeige-Antideutschen Krumbiegel zumindest einen Großteil der geneigten Interessengemeinschaft entzogen" hätten. Bereits ein paar Tage vor Krumbiegels Auftritt in Wurzen hatten die "Freies Netz"-Nazis den Leipziger Popsänger und ehrenamtlichen Anti-Nazi-Aktivisten auf ihrer Internetseite als "Berufhetzer" und als "Schweinebacke" verunglimpft.

Quelle: 

NDK Wurzen, Freies Netz Nordsachsen vom 02.01.2009 und 07.01.2009