Broschüre "Leipziger Zustände 2012"

Veröffentlichung

Die dritte Ausgabe der Broschüre „Leipziger Zustände“ des Projekts chronik.LE ist ab sofort an verschiedenen Stellen in Leipzig kostenlos erhältlich und kann zudem auf der Webseite www.chronikLE.org heruntergeladen werden.

Neben der Redaktion von chronik.LE haben dazu verschiedene Autor_innen – darunter der Initiativkreis Menschen.Würdig, Kampagne „Rassismus tötet!“ Leipzig, Antidiskriminierungsbüro, Forum für kritische Rechtsextremismusfoschung, AG Postkolonial, Netzwerk gegen Islamophobie und Rassismus und AG Sozialdarwinismus sowie Einzelpersonen – Beiträge beigesteuert. Ein Schwerpunkt liegt auf der Thematik alltäglicher Rassismus und Diskriminierung. Beleuchtet werden u.a. die Debatte um die Unterbringung von Asylbewerber_innen in Leipzig, die Sitation von Wohnungslosen oder Rassismus in Kinderbüchern. Andere Artikel informieren über neonazistische Strukturen in Leipzig, Nordsachsen und in der Fan-Szene von Lok Leipzig. Auf 76 Seiten entsteht so ein umfassendes Bild aktueller Problemlagen in Leipzig. Die Erstellung der Broschüre wurde im Rahmen der „Kommunalen Gesamtstrategie für Vielfalt und Demokratie" der Stadt Leipzig gefördert. Die verschiedenen Artikel erinnern daran, dass zur Erreichung dieses Ziels noch einiges an Arbeit auf die Bürger_innen dieser Stadt zukommt.

Das Projekt chronik.LE dokumentiert auf seiner Website seit 2008 neonazistische und menschenfeindliche Ereignisse in Leipzig und den umliegenden Landkreisen. Längere Analysen und Hintergrundberichte wurden erstmals 2009 in der Broschüre „Leipziger Zustände“ veröffentlicht, 2010 folgte die zweite Ausgabe. Nachdem 2011 keine Broschüre erschien, veröffentlichte das Projekt im Oktober 2012 zunächst die „Nordsächsischen Zustände“ und nun die dritte Ausgabe der „Leipziger Zustände“. Seit September gibt es zudem einmal monatlich die Rubrik „chronik.LE-Radio“ auf Radio Blau. Ebenso wurde die Website www.chronikLE.org überarbeitet, werden zur Verbreitung der Ereignismeldungen und Analysen auch soziale Netzwerke wie Twitter sowie Facebook eingebunden. Zudem wurde der chronik.LE-Vorstellungsflyer und die Vorstellung auf der Website in insgesamt neun Sprachen (Russisch, Türkisch, Englisch, Vietnamesisch, Polnisch, Französisch, Spanisch, Arabisch und Persisch) übersetzt. Dies soll ermöglichen, das Projekt auch in nicht-deutschsprachigen Zusammenhängen bekannter zu machen.

Auslageorte sind u.a. das Antidiskriminierungsbüro (Kochstraße 14), das Linxxnet (Bornaische Straße 3d), die Opferberatung der RAA Sachsen (Peterssteinweg 3), das Interkulturelle Konversationscafé (Emilienstraße 17), der StudentInnenrat der Universität und das Rathaus. Die Broschüre kann zudem gegen Überweisung des Portos bei chronik.le@engagiertewissenschaft.de bestellt werden.

Das unten angehangene Titelbild darf gerne zur Bekanntmachung der Broschüre verwendet werden.