Pressemitteilung 18.01.2019: Broschüre "Leipziger Zustände 2019" erschienen | Vorstellung am 21. Januar 2019

Pressemitteilung

Die Dokumentationsplattform chronik.LE präsentiert die mittlerweile sechste Ausgabe der Leipziger Zustände. Diese alle zwei Jahre erscheinende Broschüre bietet einen Überblick zu Faschismus, Rassismus und Diskriminierung in der Leipziger Region.
Dazu Steven Hummel, Pressesprecher von chronik.LE: „Neonazismus, verschiedene Formen von Diskriminierung und demokratiefeindliche Bestrebungen sind nach wie vor ein Problem in der Region Leipzig. Wir wollen mit der Broschüre all diejenigen unterstützen, die sich für eine demokratische und offene Gesellschaft einsetzen. Und dazu braucht es Informationen, Hintergründe und Analysen, welche wir mit der Broschüre liefern.“
Die Broschüre startet mit einer umfassenden Darstellung der Neonaziszene und ihrer Veränderung in den vergangenen zehn Jahren. Darüber hinaus beschäftigt sie sich mit den Themenschwerpunkten Migration und Rassismus, Geschlecht und Sexismus, organisierte Neonazis, AfD sowie Verdrängung und Exklusion. „Wir finden es wichtig, dass in Broschüre viele Menschen zu Wort kommen. Neben Betroffenen von Diskriminierung gibt es deshalb Beiträge von Wissenschaftler_innen sowie politisch Aktiven aus Leipzig und Umgebung“, so Hummel. So berichten unter anderem Mitglieder der Bürgerinitiative Kleinzschocher wird bunt von neonazistischer Propaganda und Anfeindungen im Stadtteil.
Neben einer Situationsbeschreibung finden sich in der Broschüre weiterhin zahlreiche Literaturtipps und eine Auswahl Anlaufstellen für Menschen, die Beratung benötigen oder eine Möglichkeit zum Engagement suchen. Hummel: „Wir möchten nicht nur über die Zustände in Leipzig und Umgebung aufklären, sondern Betroffenen und Interessierten auch Anlaufstellen und Initiativen aufzeigen, an die sie sich bei Bedarf wenden können.“

Die Broschüre wird am 21. Januar um 19 Uhr im Ost-Passage Theater (Konradstraße 27) vorgestellt. Ab dem 22.01. kann sie an folgenden Orten abgeholt werden: dingdong (Konradstraße 55), Drift (Karl-Heine-Straße 83), El Libro (Bornaische Str. 3D), Infoladen G16 (Gießerstraße 16), Interim (Demmeringstraße 32), Lazy Dog (Wolfgang-Heinze-Straße 40), Linxxnet (Brandstraße 15), Netzwerk für Demokratie und Courage (Rosa-Luxemburg-Straße 19-21), No Borders (Wolfgang-Heinze-Straße 6), Stura Universität Leipzig (Universitätsstraße 1), Vary (Eisenbahnstraße 7), Veloismus (Neustädter Str. 24), Zu Spät (Kippenbergstraße 28).

Das Projekt chronik.LE ist eine Arbeitsgruppe des Vereins Engagierte Wissenschaft e.V. und dokumentiert auf der Website www.chronikLE.org seit inzwischen 10 Jahren kontinuierlich faschistische, rassistische und diskriminierende Ereignisse in der Leipziger Region. Längere Analysen und Hintergrundberichte liefern die Broschüren Leipziger Zustände (Erschienen in den Jahren: 2009, 2010, 2012, 2014, 2016).

Die Leipziger Zustände wurde gefördert von der Lokalen Partnerschaft für Demokratie der Stadt Leipzig und der Dirk-Oelbermann-Stiftung.