Ereignisse im Landkreis Leipzig

Stolperstein in Geithain mit Beton überschüttet

13.

Mai
2019
Montag

Am 12. Mai werden auf Initiative von Schüler_innen aus Geithain und Bad Lausick sowie dem Erich-Zeigner-Haus drei Stolpersteine in Geithain und einer in Bad Lausick verlegt. Die Steine zeigen kleine Messingplatten mit eingravierten Lebensdaten der Personen und werden vor den letzten selbstgewählten Wohnorten von im Nationalsozialismus z.B. umgebrachten und deportierten Menschen angebracht. In Geithain wird mit diesen Steinen an das Schicksal von Georg Förster (Chemnitzer Straße 13), Walter Paul Rudolph (Bruchheimer Straße 14) und Max Arthur Franz (Rosenthal 3) erinnert.

Neonazimob greift NDK nach Fußballspiel in Wurzen an

12.

Mai
2019
Sonntag

Während Landesklassenspiel zwischen dem „ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen“ und „Roter Stern Leipzig“ fällt eine größere Guppe von mehr als 60 jugendlichen Neonazis im Stadion mit Gesängen wie "Ohne Bullen wärt ihr alle tot" und "Heimatliebe ist kein Verbrechen" auf. Darunter sind bekannte Rechte wie Toni Kurt Bierstedt, ehemaliger Spieler des ATSV Wurzen und Kandidat des „Neues Forum für Wurzen“ zur sächsischen Kommunalwahl im Mai 2019, sowie Cedric Scholz, ehemaliger Schwimmer für den "Schwimmclub Wurzen" und bekannter Neonazi.

Propagandabrief an zivilgesellschaftliche Projekte im Landkreis Leipzig geschickt

11.

Mai
2019
Samstag

Unbekannte verschicken an mehrere zivilgesellschaftliche Initiativen im Landkreis Leipzig einen Brief. In diesem ist der Wurzener Oberbürgermeister Jörg Röglin (SPD) mit einer Waffe in der Hand, welche er in die Luft feuert, abgebildet. Das Bild entstand vermutlich bei einem sportlichen Event und zeigt den klassischen Startschuss.

Neonazistische Parolen in Borna

10.

Mai
2019
Freitag

Zwei weibliche Personen zeigen in Borna den Hitlergruß und rufen "Sieg Heil". Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wird eingestellt.

Hakenkreuze in Brandis geschmiert

7.

Mai
2019
Dienstag

Unbekannte beschmieren in Brandis einen Gehweg mit fünf Hakenkreuzen. Bereits wenige Tage zuvor wurden vor Ort neonazistische Schmierereien angebracht.
Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Bedrohung und Verfolgung von Migrant

3.

Mai
2019
Freitag

Am 3. Mai 2019 trifft ein Migrant am Bahnhof in Borsdorf auf vier Unbekannte im Alter von ca.14-16 Jahren. Nachdem diese anfangen, ihn rassistisch zu bepöbeln, bewegt sich der Bedrohte in zügigem Tempo weg von ihnen. Die Gruppe verfolgt ihn, bis dem Verfolgten drei Frauen zur Hilfe kommen. Als die mittlerweile teil-vermummte Gruppe die Frauen bemerkt, fängt sie an auch sie rassistisch und sexistisch zu beleidigen. Einer der Unbekannten schreit dabei die Drohung aus, einen Brandanschlag verüben zu wollen. Die Frauen drohen der Gruppe an die Polizei zu rufen, doch die Jugendlichen lachen.

SPD-Plakt in Wurzen beschmiert

3.

Mai
2019
Freitag

Unbekannte beschmieren in Wurzen ein SPD-Plakt mit der Aufschrift "Volksverräter". Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung wird eingestellt da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Neonazistische Schmierereien in Machern angebracht

2.

Mai
2019
Donnerstag

In Machern werden verschiedene Objekte am Bahnhof mit antisemitischen Schriftzügen sowie einen Hakenkreuz versehen. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Volksverhetzung wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Der konkrete Wortlaut der Schriftzüge ergibt sich nicht aus der Beantwortung der Kleinen Anfrage.

Antisemitische Rufe nach Fußballspiel in Wurzen

30.

April
2019
Dienstag

Beim Spiel zwischen ATSV ‚Frisch auf‘ Wurzen und BSG Chemie Leipzig in Wurzen besuchen mehrere Neonazis das Spiel auf der Seite der Wurzener Fans. Dabei kommen und gehen sie geschlossen zum/vom Spiel und rufen u.a. die antisemitische Parole "Juden Chemie". Damit soll der gegnerische Verein BSG Chemie Leipzig als jüdisch diskreditiert werden. Solche Schmähungen gegen den Verein gab es in der Vergangenheit bereits öfter, so u.a. auf Stickern (Vgl.

Antisemitischer Text in Bornaer Stadtjournal veröffentlicht

30.

April
2019
Dienstag

Im Bornaer Stadtjournal veröffentlicht der freie Mitarbeiter Gert Bundesmann einen Text unter dem Titel "Straßennamen in Borna (Teil 64.3). Kantstraße - Zwischen Nationalsozialismus und Aufklärung". Jenseits der Überschrift beschäftigt sich der Text allerdings nicht wie angekündigt mit Straßennamen, sondern mit dem Judentum und Jüdinnen_Juden.