Über chronik.LE - Deutsch

WAS IST chronik.LE?

chronik.LE ist ein Dokumentationsprojekt mit dem Ziel einer möglichst umfassenden Sammlung und Analyse neonazistischer, rassistischer und diskriminierender Aktivitäten in Leipzig und den umliegenden Landkreisen. Unsere bisherige Arbeit zeigt: neonazistische Aktivitäten und Alltagsrassismus sind in der Region weit verbreitet. Anlass des Projekts war vor allem die Zunahme rechter Gewalt und das Erstarken der lokalen Neonaziszene in Leipzig. Nach Erkenntnissen der Opferberatung für Betroffene rechter Gewalt RAA Sachsen war die Stadt Leipzig mit 36 Übergriffen im Jahr 2011 (Vorjahr: 44 Übergriffe) einer der Schwerpunkt solcher Gewalttaten in Sachsen.

Mit chronik.LE schaffen wir eine umfangreiche Informations- und Recherchequelle für die Öffentlichkeit. Der Gedanke hinter dem Projekt: Nur wer sich auskennt, kann auch wirksam gegen Neonazis, Rassismus und Diskriminierung vorgehen.

WAS WIRD DOKUMENTIERT?

Ziel von chronik.LE ist es, einen umfassenden und aktuellen Überblick über neonazistische, rassistische und andere diskriminierende Ereignisse zu bieten. Dazu zählen Gewalt- und Propaganda-Aktionen organisierter und nichtorganisierter Neonazis, Rassismus im Alltag und in den Medien, rassistische, antisemitische und sexistische Vorfälle sowie Anfeindungen gegen Homosexuelle, Obdachlose und Menschen mit Behinderungen.

Mit der Onlinedokumentation möchte chronik.LE Betroffenenperspektiven stärken und zivilgesellschaftliche Initiativen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung unterstützen. Außerdem soll das Problembewusstsein bei Bürgerinnen und Bürgern geschärft und zur kritischen Auseinandersetzung angeregt werden. chronik.LE wendet sich deshalb auch an Multiplikator_innen aus Bereichen wie Erziehung, Schule, Lokalpolitik und Medien. Zusätzlich zur Sammlung von Ereignismeldungen werden die zusammengetragenen Fakten in Kurzdossiers analytisch aufgearbeitet und Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit Diskriminierung aufgezeigt.

WER MACHT chronik.LE?

chronik.LE ist eine AG des Leipziger Vereins "Engagierte Wissenschaft" und wird von einer ehrenamtlichen Redaktion betreut. Wir legen Wert auf eine seriöse, verlässliche Berichterstattung. Das Dokumentationsprojekt verfolgt einen Ansatz möglichst breiter Beteiligung. Neben Betroffenen von Diskriminierung sind es vor allem interessierte Einzelpersonen, Bürgerinitiativen, Opferberatungsstellen, Antidiskriminierungsinitiativen und antifaschistische Gruppen, die sich an der Dokumentation beteiligen. Außerdem ist es möglich, selbst Vorfälle zu melden. Die Redaktion bemüht sich dabei um eine zeitnahe Überprüfung und Veröffentlichung.

FÖRDERUNGEN UND PREISE

In den Jahren 2008 und 2010 wurde chronik.LE im Rahmen des Bundesprogramms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) gefördert. Nähere Informationen erhalten sie dazu unter www.vielfalt-tut-gut.de und www.aktionsplan-leipzig.de. 2011 wurde chronik.LE für den "Sächsischen Förderpreis für Demokratie" der Amadeu Antonio Stiftung nominiert und mit dem über 1000 Euro dotierten Anerkennungspreis bedacht ( Interview zur Preisverleihung).

Im Jahr 2012 wurde chronik.LE durch die Stadt Leipzig im Rahmen der Kommunalen Gesamtstrategie für Vielfalt und Demokratie "Leipzig. Ort der Vielfalt" gefördert. 2012 wurde außerdem Chronik Nordsachsen, ein Projekt der RAA Sachsen in Kooperation mit chronik.LE durch das BMFSJ im Rahmen des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken!" und des Lokalen Aktionsplans Nordsachsen gefördert.

Für Nachfragen oder Anregungen nehmen sie Kontakt mit uns auf: Kontakt | Ereignis melden