Colditz

Nazis greifen Dönergeschäft in Colditz an und grölen Parolen

29.

November
2009
Sonntag

Im Zentrum der Stadt griffen drei Personen gegen 1.25 Uhr einen Dönerladen an und zerstörten mehrere Scheiben. In den letzten drei Jahren ist das bereits mehrfach passiert. Der Sachschaden beträgt diesmal 1.500 Euro. Kurz nach dem Angriff fuhr ein Auto an dem Geschäft vorbei, aus welchem der Hitlergruß gezeigt sowie "Freiheit für Deutschland" skandiert wurde. Nach Augenzeug_innen-Angaben fuhr das Auto in der falschen Richtung durch die Einbahnstraße, an welcher das Dönergeschäft liegt.

Farbanschlag auf Elektrogeschäft und Proberäume in Colditz

27.

September
2009
Sonntag

In der Nacht vom 26. auf den 27. September wurde in Colditz zum wiederholten Male ein Elektrogeschäft angegriffen. Dabei wurde auch der angrenzende Proberaum der Punkband "Hematom" in Mitleidenschaft gezogen. Die unbekannten Täter warfen am Sonntagmorgen zwischen 3 und 4 Uhr zahlreiche rot-braune Farbbomben an die Fasade des Hauses, an die Sicherheitsglasfenster und an die Tür. Nach vorläufigen Schätzungen des Geschäftsführers entstand ein Sachschaden von rund 3000 Euro.

Hohe Nazi-Präsenz bei Rock-Open-Air in Colditz

4.

Juli
2009
Samstag

Augenzeug_innen schätzen die Stimmung bei zwei Rockkonzerten in Colditz als bedrückend und "Ausdruck einer etablierten rechtsoffenen Freizeitkultur" ein.

Colditz: Nazis bedrohen Kundgebung der Kampagne "Meine Stimme gegen Nazis"

22.

August
2009
Samstag

Eine Kundgebung der Initiative "Meine Stimme gegen Nazis" in Colditz wurde durch die massive Präsenz gewaltbereiter Neonazis gestört. Die am Veranstaltungsort, dem Colditzer Markt, anwesenden und weitere patroullierende Neonazis erzeugten einen permanenten Angstraum, berichten die Anwesenden, darunter die Landtagsabgeordnete Kerstin Köditz sowie die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar.

Colditz: Polizei und Bürgermeister verhindern antirassistisches Fussballturnier

13.

August
2009
Donnerstag

Das für den 22. August 2009 geplante antirassistische Fussballturnier des Initiativkreises "Meine Stimme gegen Nazis" ist eine Woche vor der Durchführung vom Colditzer Bürgermeister Manfred Heinz (FDP) untersagt worden. Als Gründe wurden befürchtete Randale und mangelnde Vorbereitungszeit der Polizei für ein Sicherheitskonzept angeführt. Die Veranstaltung war zwei Monate zuvor vom Veranstalter "Freiräume Muldental e.V." beim Ordnungsamt angemeldet worden.

Alternative Vereinsräume in Colditz verwüstet

22.

Mai
2009
Freitag

In der Nacht zum Freitag drangen Randalierer in die frühere Berufsschule in Colditz ein und verwüsteten dort gezielt die Räumlichkeiten des alternativen Vereins "Freiräume Muldental". Nach Angaben eines Vereinsvorsitzenden sind Neonazis für die Verwüstung verantwortlich: „Dieser Überfall ist ein weiterer trauriger Höhepunkt in einer Serie von Aktionen der extremen Rechten gegen Andersdenkende in Colditz.

Volksverhetzung per Megaphon in Colditz ...

1.

Mai
2008
Donnerstag

In der Muldestadt erteilte die Polizei einer Gruppe von 20 Personen einen Platzverweis für die Innenstadt. Wie ein Sprecher der Polizei erklärte, sei die Gruppe mit zwei Pkw durch das Zentrum von Colditz gefahren, wobei "eine Person mit einem Megaphon aus dem Auto heraus rechtsradikale Parolen rief." Laut einem späteren LVZ-Bericht hätten die Täter "Juden an die Bahnsteigkante treten. Der Zug nach Auschwitz fährt ab" gerufen. Ein Teil der Gruppe - acht Personen - sei wenig später auch aufgrund von Bürgerhinweisen von Polizeibeamten gestellt worden.

Silvester-Randale in Colditz

1.

Januar
2009
Donnerstag

In der Silvesternacht ist es in Colditz (Landkreis Leipzig) zu großflächiger Randale gekommen. In einem LVZ-Bericht ist von "Jugendgruppen" die Rede, die im Stadtzentrum "gewütet haben". Die Randalierer sollen laut einem Augenzeugen mit Feuerwerkskörpern und Steinen geworfen haben. Dadurch wurden mehrere öffentliche Gebäude (Rathaus, Polizei, Sparkasse) beschädigt.

Colditz: Verdacht auf "Volksverhetzung"

16.

Juni
2008
Montag

Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Volksverhetzung gegen einen 20-Jährigen. Der Mann wurde in der Nacht mit seinem Wagen in Colditz gestoppt. Die Aufschrift „Ruhm und Ehre der Waffen-SS“ auf seinem T-Shirt sei zwar nicht strafbar, doch im Kofferraum seines Autos fanden die Beamten auch eine größere Anzahl von CDs. Diese und das T-Shirt wurden sichergestellt und dem Staatsschutz übergeben. Dieser überprüft nun die strafrechtliche Relevanz.

Naziüberfälle in Colditz und Geringswalde

23.

Februar
2008
Samstag

Colditz. Rund 100 vermummte Nazis haben am Samstag in Colditz (Muldentalkreis) randaliert und ein Geschäftslokal schwer beschädigt. Viele der Randalierer gehören zu der verbotenen Kameradschaft "Sturm 34", teilte die Polizei mit. Erst vor einer Woche hatten rechte Schläger das Auto von fünf Nazi-Gegnern demoliert und sie mit dem Tode bedroht.