Geithain

Erneute Schändung Paul Weises Stolperstein

6.

Mai
2021
Donnerstag

Der Stolperstein in Gedenken an Paul Weise wird abermals geschändet. Unbekannte beschädigen den Gedenkstein mit einer Flüssigkeit oder versuchen ihn mittels Hitzeeinwirkung durch Feuer zu deformieren. Bereits am Tag seiner Verlegung am 17. April 2021 war der Stein zerkratzt und eine Zigarette auf ihm ausgedrückt worden.

Querdenker schlägt Gegendemonstrant_in in's Gesicht

19.

April
2021
Montag

Am Montag versammeln sich in Geithain erneut bis zu 100 Personen aus dem Umfeld der sog. "Querdenken"-Bewegung. Bereits in der Vorowche hatte ein Protest unter Beteilgung von Neonazis in Geithain statt gefunden und den Gegenprotest angegriffen. Auch diesmal ist eine Gegenkundgebung angemeldet und wird von ca. 40 Personen besucht.

Neue Stoplersteine in Geithain beschädigt

19.

April
2021
Montag

In Geithain wird für den aus politischen Gründen im Nationalsozialismus verfolgten Paul Weise ein neuer Stolperstein verlegt. Der Gedenkstein wird noch am Tag seiner Verlegung zerkratzt und offenbar mutwillig eine Zigarette auf ihm ausgedrückt.
Dies ist nicht der erste Vorfall dieser Art in Geithain: Bereits im Mai 2019 wurden frisch verlegte Stolpersteine mit Beton übergossen.

Angriff auf Gegendemonstrant_innen bei Corona-Protesten in Geithain

12.

April
2021
Montag

Am Montag findet zum mittlerweile vierten Mal eine als „Spaziergang“ bezeichnete Demonstration von teilweise gewaltbereiten Verschwörungsideolog_innen, Neonazis und Gegner_innen der aktuellen Corona-Maßnahmen statt. Die etwa 90 Personen laufen unangemeldet und ungehindert durch die Stadt. Dagegen protestieren zum zweiten Mal etwa 20 überwiegend jüngere Leute. Ihre angemeldete Kundgebung wird von Teilnehmer_innen des "Spaziergangs" gewaltsam angegriffen. Die anwesende Polizei verhindert den Angriff nicht und lässt die Täter entkommen.

Hakenkreuze in Ossa (Geithain)

29.

März
2021
Montag

An der Buswendeschleife im Geithainer Ortsteil Ossa sind mindestens sechs Hakenkreuze angebracht. Wie lange sich diese schon vor Ort befinden, ist nicht bekannt.

Bedrohung politischer Gegner_innen bei Corona-Demonstration in Geithain

29.

März
2021
Montag

In Geithain versammeln sich ca. 40 bis 60 Personen zu einer nicht angemeldeten Versammlung gegen die Corona-Schutzmaßnahmen. Sie laufen einmal um den Markt und ein Teil von ihnen zum Bahnhof. Personen, welche die Veranstaltung kritisch begleiten, werden absichtlich gerempelt und mit sehr geringem Abstand und ohne Maske angeschrien. Neben diversen weiteren Beleidigungen wird einer Anwesenden gesagt, dass sie ins KZ gehöre. Am Rathaus werden Zettel mit Botschaften wie "Hört auf zu Testen. Es reicht" und "Recht aus Unversehrtheit. Wie lange lassen wir uns noch drangsalieren? für JEDEN!!!

Geithainer Neonazi Manuel Tripp wirbt in LVZ

13.

Februar
2021
Samstag

Der Geithainer Neonazi Manuel Tripp wirbt mit einer kaum als solche erkennbaren Anzeige in der LVZ für seine Kanzlei in Geithain. Die Aufmachung gleicht dabei einem Standard-Interview in der LVZ. Lediglich einen winzigen Hinweis gibt es, dass es sich hier nicht um einen Artikel, sondern eine Werbeanzeige handelt.

Hakenkreuz in Geithain angebracht

13.

Oktober
2020
Dienstag

In der Straße Oberer Viehweg in Geithain wird ein Hakenkreuz an ein Stromhaus gesprüht. Es ist deutlich sichtbar mit schwarzer Farbe angebracht.

Neonazistische Pöbelei in Geithain

26.

September
2020
Samstag

Ein Ehepaar wird in Geithain auf dem Nachhauseweg von drei Männern bepöbelt. Diese nutzen unter anderem "Heil Hitler" und "Sieg Heil" als einschüchternde Ausrufe. Danach entfernen sie sich in eine nahe gelegene Gaststätte. Die hinzugerufene Polizei stellt dort vier junge Männer fest.

In einer Landtagsanfrage wird für den selben Tag von "Sieg Heil"-Rufen in Geithain berichtet. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wird eingestellt da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Stolperstein in Geithain mit Beton überschüttet

13.

Mai
2019
Montag

Am 12. Mai werden auf Initiative von Schüler_innen aus Geithain und Bad Lausick sowie dem Erich-Zeigner-Haus drei Stolpersteine in Geithain und einer in Bad Lausick verlegt. Die Steine zeigen kleine Messingplatten mit eingravierten Lebensdaten der Personen und werden vor den letzten selbstgewählten Wohnorten von im Nationalsozialismus z.B. umgebrachten und deportierten Menschen angebracht. In Geithain wird mit diesen Steinen an das Schicksal von Georg Förster (Chemnitzer Straße 13), Walter Paul Rudolph (Bruchheimer Straße 14) und Max Arthur Franz (Rosenthal 3) erinnert.