Eilenburg | chronik.LE

Eilenburg

Hitlergrüße auf Party in Eilenburg

10.

August
2019
Samstag

Auf einer Party, dem "Summerbeats OpenAir" in Eilenburg gibt es eine Fotowand, vor der Besucher_innen der Veranstaltung selbstständig Fotos machen können. Neben lustigen Fotos von Menschen, die Spaß an einem gemeinsamen Abend haben, posieren sieben Jugendliche vor der Kamera mit Hitlergrüßen. Die Bilder werden gemeinsam mit den anderen auf Facebook veröffentlicht, später dann gelöscht. Zwischenzeitlich werden sie von "Fahrrad-Hammer" verbreitet.

Antisemitische Schmierereien in Eilenburg

24.

November
2018
Samstag

In der Nacht von Freitag auf Samstag wird in Eilenburg eine Hauswand mit der Parole "45 das war Mord! Judenhass" besprüht. Der oder die Täter_innen nehmen damit sowohl Bezug auf eine historische Täter-Opfer-Umkehr, welche den Krieg der Alliierten gegen das nationalsozialistische Deutschland als "Mord" bezeichnet, als auch auf die antisemitische Verschwörungstheorie, dass Juden für eben diese vermeintlichen Verbrechen verantwortlich wären. Die Zahl 45 bezieht sich auf das letzte Jahr des Zweiten Weltkriegs 1945, in dem Deutschland die bedingungslose Kapitulation akzeptieren musste.

Rassistischer Angriff bei Stadtfest in Eilenburg

15.

Juni
2019
Samstag

Beim Stadtfest in Eilenburg werden zwei Geflüchtete aus Guinea von einer Gruppe Jugendlicher am Marktplatz/Nicolaiplatz beleidigt und dann angegriffen. Die Täter fliehen, werden im Laufe des Abends jedoch von der Polizei gestellt, darunter ein 19- und ein 20-Jähriger.
Weiterhin wird einer Gruppe junger Erwachsener der Hitlergruß zur BEgrüßung gezeigt. Auf dem Stadtfest tragen mehrere Personen außerdem T-Shirts mit der Aufschrift "JDN CHM", was für "Juden Chemie" steht und die Fans von BSG Chemie Leipzig in antisemitischer Manier als Juden diffamieren soll.

Rassistische Beschimpfung in Eilenburg

11.

Mai
2018
Freitag

Ein Iraker wird in Eilenburg rassistisch beschimpft. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung gegen zwei Tatverdächtige wird im November 2018 eingestellt.

Frau mit Kopftuch in Eilenburg beschimpft

17.

Mai
2018
Donnerstag

Eine Frau mit Kopftuch wird in Eilenburg beleidigt. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung gegen einen Tatverdächtigen wird im November 2018 eingestellt.

Landser-Pullover in Eilenburg getragen

25.

September
2018
Dienstag

Ein Mann trägt in Eilenburg einen Pullover der Neonaziband Landser. Diese wurde 2003 in Berlin als erste Band als kriminelle Vereinigung verboten. Die Band genießt in der neonazistischen Szene Kultstatus. In ihren Texten äußert sich Landser rassistisch gegenüber als minderwertig empfundenen Bevölkerungsgruppen und verherrlicht den Nationalsozialismus.
Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird im Oktober 2018 eingestellt.

"Sieg Heil"-Ruf in Eilenburg

30.

April
2018
Montag

Ein Erwachsener ruft in Eilenburg "Sieg Heil". Dafür wird er im Oktober 2018 wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Geldstrafe in Höhe von 40 Tagessätzen verurteilt.

Getränkemarkt-Verbot für Afghanen

18.

November
2018
Sonntag

Durch einen Aushang im Eilenburger Bilgro-Getränkemarkt in den Sprachen Paschtu und Dari werden Afghanen pauschal von einem Besuch der Getränkefiliale ausgeschlossen.
In einem Statement distanziert sich die Firma Bilgro von dieser Maßnahme: „Mit Entsetzen mussten wir feststellen, dass in unserer Filiale in Eilenburg ausländischen Mitbürgern der Zutritt untersagt wurde. Wir als Bilgro Getränke distanzieren uns entschieden von einer solchen Diskriminierung.“ Die Firma habe veranlasst, dass der entsprechende Zettel entfernt werde.

Rassistische Falschmeldung auf Facebook

11.

November
2018
Sonntag

Auf Facebook kursiert ein Beitrag mit dem Titel "Unverschämt von Netto in Eilenburg Ost". Darin wird folgende Situation geschildert, wie sie sich vermeintlich in dem Discounter zugetragen haben soll: Einer Frau fehlten zu ihrem Einkauf lediglich wenige Cent, weswegen ihr ein anderer Kunde mit dem fehlenden Betrag aushelfen wollte. Da dies länger dauerte, sollen sich sich drei Geflüchtete beschwert haben, die weiter hinten in der Schlange standen. Darüber wurde der Mann wütend, was schließlich in einem lebenslangen Hausverbot durch den Filialleiter mündete.

Hakenkreuze in Eilenburg angebracht

15.

Dezember
2017
Freitag

Unbekannte beschmieren in Eilenburg den Hausflur eines leerstehenden Mehrfamilienhauses mit Hakenkreuzen. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird im Juni 2018 eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.