Leipzig | chronik.LE

Leipzig

Rassistische Pöbelei vor Universität

13.

Januar
2020
Montag

Eine Frau wird durch einen unbekannten Mann vor dem Konsum in der Universitätsstraße angepöbelt, da sie ein Hijab trägt. Der Unbekannte verhält sich dabei sehr aggressiv. Als ein Passant die Frau fragt, ob sie Unterstützung benötigt, geht der Unbekannte auf diesen zu und bedroht ihn. Der Passant solle schnell abhauen, da er ihn sonst schlagen würde.

John-Reed-Fitnessclub würdigt Frauen herab

12.

Januar
2020
Sonntag

Im John-Reed-Fitnessclub am Augustusplatz installierten die Betreiber Pissoirs, deren Form und Farbgebung an den Mund einer Frau erinnern soll.

Rassistische Beleidigung in Kleinzschocher

8.

Januar
2020
Mittwoch

Gegen 14 Uhr bewegt sich ein Unbekannter mit schwarz-gelber »Frei.Wild«-Jacke entlang der Kreuzung Antonienstraße/Klingenstraße. Dabei schreit und grölt er rassistische Parolen und Beleidigungen, die sich gegen mindestens eine Person richten. Passant*innen äußern ihren Unmut und machen dem Unbekannten deutlich, dass er die rassistischen Äußerungen zu unterlassen habe. Er wird still und läuft weiter.

"Spendenaktion" von Uniter in Leipzig

6.

Dezember
2019
Freitag

Mitglieder der Vereinigung Uniter führen am Nikolaustag am Leipziger Hauptbahnhof eine angebliche Spendenaktion für Obdachlose durch. Auf einem Foto von der Aktion sind zwei Männer zu sehen, die eine weiße Fahne mit dem Logo des umstrittenen Vereins in die Kamera halten. Einer der beiden Männer ist der lokale CDU-Funktionär Robert Möritz aus dem Kreisverband Anhalt-Bitterfeld, der das Foto auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat. Auf seiner Kleidung ist ebenfalls ein Uniter-Patch angebracht. Als wenig später seine Vergangenheit in der Neonazi-Szene bekannt wird (u.a.

Neonazistische Schmierereien im Lene-Voigt-Park

29.

Dezember
2019
Sonntag

In einer Unterführung im Lene-Voigt-Park werden an die Tunnelwände neonazistische Parolen und Symbole geschmiert. Darunter finden sich "NS Zone", "Nazi Kiez" und "Fuck AfA" sowie ein Hakenkreuz und eine SS-Rune.

Rassistische Anfeindungen in Stötteritz

1.

Juli
2019
Montag

Eine Gruppe älterer Männer ruft gegen 20.30 Uhr rassistische Parolen in Richtung einer Gruppe Jugendlicher. Diese steigen in eine Bahn ein. Die älteren Männer erklären danach einer vorbei laufenden Passantin ungefragt, dass sie hier gerade aufgeräumt hätten. Ihrer Meinung nach wollen diese "dreckigen N* und Neubürger ja nur gute deutsche Mädchen unter Drogen setzen und vergewaltigen." Als die Passantin erwidert, dass sie solche Parolen nicht hören möchte wird sie als "Hippie-" und "Antifa-Schlampe" beleidigt.

Neonazi- und IB-Sticker in Stötteritz geklebt

28.

Dezember
2019
Samstag

Im Leipziger Stadtteil Stötteritz werden neonazistische Aufkleber mit verschiedenen Slogans verklebt. Darunter finden sich:
* "NS Area - Unser Viertel - Unsere Regeln". Mit diesem Slogan wird versucht eine nationalsozialistische Vorherrschaft zu propagieren. Ein Stadtviertel in welchem Neonazis das sagen haben ist das Ziel. Obwohl dies wenig mit der Wirklichkeit zu tun hat muss dieser Anspruch ernst genommen werden.
* "Berlin bleibt deutsch"

Neonazi-Plakate an der Uni angebracht

24.

Dezember
2019
Dienstag

Im und um den Uni-Campus am Augustusplatz werden Plakate der neonazistischen Kaderpartei Der III. Weg angebracht. Auf diesen ist "Rudi Dutschke wäre heute einer von uns" zu lesen. Damit versucht die neonazistische Partei eine der bekanntesten Personen der 1968er-Studentenbewegung zu vereinnahmen.
Aufmerksame Passant_innen entfernen die mit Klebestreifen angebrachten Plakate.

Die Ausländerbehörde Leipzig und Legida

12.

Dezember
2019
Donnerstag

Eine Sachbearbeiterin der Leipziger Ausländerbehörde liked die Facebook-Seite von Legida. Der Lebensgefährte einer Person, deren Aufenthaltserlaubnis von der Entscheidung der Sachbearbeiterin abhängt, leitet eine Dienstaufsichtsbeschwerde und einen Befangenheitsantrag ein, da ihnen im Vorfeld wenig Hoffnung auf eine Genehmigung gemacht wurden, obwohl die gesetzlichen Voraussetzungen laut betroffener Person erfüllt wurden.

Antiquariat verkauft NS-Literatur - und äußert sich positiv dazu

12.

Dezember
2019
Donnerstag

Im Schaufenster des Antiquariats an der Nikolaikirche wird das Buch "Der Aufgang der Menschheit. Untersuchungen zur Geschichte der Religion, Symbolik und Schrift der atlantisch-nordischen Rasse" von Herman Wirth ausgestellt. Wirth war ein niederländischer NS-Funktionär und Mitbegründer der Forschungsgemeinschaft Deutsches Ahnenerbe der SS.

Nachdem die Verkäuferin damit konfrontiert wird, beharrt sie auf der Existenz von Menschenrasse und deren Verifizierung durch die Wissenschaft.