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Alt-West

Rassistische Anfeindung in Leutzsch

21.

Mai
2020
Donnerstag

Eine Frau ist mit ihrem Fahrrad sowie ihrem Kind auf einem Fahrradkindersitz in einer Bahnunterführung in Leipzig-Leutzsch unterwegs als sie von einer ca. Ende 40/Anfang 50-jährigen Passantin geschubst wird. Als die Betroffene auf das Kind auf dem Fahrrad hinweist antwortet diese nur, dass ihr das "scheißegal" sei. Weiterhin murmelt sie zu ihrem Begleiter etwas über "Ausländer".

Verschwörungsideologische Sticker im Leipziger Westen verklebt

4.

Mai
2020
Montag

In Lindenau werden verschwörungsideologische Sticker verklebt. Auf diesen ist ein Dreieck sowie ein darüber angebrachtes Auge zu sehen. Die Darstellung lehnt an das "Auge Gottes" an, ähnliche Darstellungen finden sich allerdings auch oft in Bezug auf Freimaurer und Illuminaten und somit in verschwörungsideologischen Kontexten. Unter der Darstellung steht das Wort "Plandemie", eine Wortneuschöpfung aus "planned pandemie". Die Urheber_innen der Sticker gehen somit davon aus, dass das Corona-Virus gezielt und geplant entwickelt und freigesetzt wurde.

Neonazi bedroht Personen in Leutzsch

1.

April
2020
Mittwoch

Zwei Personen sind auf dem Parkplatz eines Supermarktes auf der Georg-Schwarz-Straße unterwegs, als sie von einem Neonazi als "Kanacken", "Zecken" und "Antifaschisten" beleidigt werde. Er droht weiterhin, "es aus seiner Hosentasche zu zücken", um die beiden Personen zu töten.

Wenige Tage später kam es ebenfalls zu einer Bedrohung durch einen Neonazi in Leutzsch. Ob es sich um dieselbe Person handelt, ist unklar..

Bedrohung durch Neonazi in Leutzsch

6.

April
2020
Montag

Gegen 11.45 Uhr sind zwei Frauen mit zwei Kindern im Wald hinter dem Kleingartenverein Priessnitz-Morgenröthe unterwegs und werden von einem Neonazi bedroht und als Zecken beschimpft. Der Täter trat dabei von Anfang an sehr aggressiv auf. Er führte einen Hund mit sich.

Wenige Tage zuvor zuvor kam es bereits zu einer Bedrohung durch einen Neonazi in Leutzsch. Ob es sich um dieselbe Person handelt, ist unklar.

Gedenkplakat in Lindenau geschmäht

30.

März
2020
Montag

Im Februar 2020 hatte ein Täter in Hanau (Hessen) neun Personen in und vor zwei Shisha-Bars sowie seine Mutter erschossen. Am Lindenauer Markt sind Plakate mit Bildern der Todesopfer des rassistischen Anschlags angebracht, die an die Tat erinnern. Auf diese Plakate schmiert eine Person mit schwarzem Edding das Wort "Kanackenverbrecher".

Rechte Sticker in der Calvisiusstraße angebracht

28.

Februar
2020
Freitag

In der Calvisiusstraße im Leipziger Westen werden mehrere Sticker mit der Aufschrift "Wake up. You are not free. Research: 'Europa The Last Battle'" angebracht. Wenige Stunden nachdem diese entfernt wurden, waren bereits neue Sticker am gleichen Ort verklebt. Der Film "Europa The Last Battle" (2017) auf den der Sticker hinweist ist ein geschichtsrevisionistischer Film, welcher u.a. die Schuld Deutschlands am zweiten Weltkrieg in Frage stellt.

Neonazistischer Aufkleber in der Georg-Schwarz-Straße angebracht

22.

Januar
2020
Mittwoch

An der Ecke Merseburger-/Apostelstraße ist ein Aufkleber mit der Aufschrift "Kein Zaun ist illegal" von "Rock Nord", einem neonazistischen Online-Shop und Internetforum, befestigt. Der Sticker ist im "Kein Mensch ist illegal"-Stil gehalten und kehrt mit dem Slogan die antirassistische Intention der KMII-Kampagne um.

Neonazistische Schmierereien am Lindenauer Hafen abgebracht

10.

Dezember
2019
Dienstag

Am Lindenauer Hafen werden auf einem Schwimmsteg ein Hakenkreuz und ein SS-Graffiti angebracht. Wie lange die Schmierereien bereits vor Ort sind ist nicht bekannt.

Jugendliche hören Rechtsrock

24.

November
2019
Sonntag

In der Nacht von Samstag auf Sonntag spielen drei Jugendliche von der Lützner Straße kommend im Henriettenpark laut hörbar über ihr Handy das Lied "Sturmführer" von Landser. Dabei äußern sie sich abfällig gegenüber Passant_innen, die sie als "Zecken" bezeichnen.

Landser wurde 2003 in Berlin, als erste Rechtsrockband, als kriminelle Vereinigung verboten. Die Band genießt in der neonazistischen Szene Kultstatus. In ihren Texten äußert sich die Band rassistisch gegenüber als minderwertig empfundenen Bevölkerungsgruppen und verherrlicht den Nationalsozialismus.

Gedenken an Reichspogromnacht gestört

9.

November
2019
Samstag

Am Lindenauer Markt Ecke Demmeringstraße veranstalten Bürger_innen ein Gedenken, anlässlich dem Jahrestags der Reichspogromnacht 1938, an die Familie Oelsner, die von Nationalsozialisten deportiert und ermodert wurde.
Dafür reinigen sie die Stolpersteine, die an die Biographie der Familie erinnern soll, und legen Blumen und Kerzen nieder.
Schon während der Veranstaltung schneiden Passanten bewusst die dort versammelte Gruppe. Dabei werden Kerzen und Blumen absichtlich umgetreten.
In der Nacht werden die Blumen entwendet und Kerzen umgetreten.