Lindenau

Hochrangiges Nazitreffen in Leipziger NPD-Büro plant "Braune Schutztruppe"

24.

Januar
2010
Sonntag

Am Sonntag trafen sich rund 20 hochrangige Nazis aus ganz Sachsen im NPD-Büro in der Odermannstraße. Auf dem Programm stand die Vorbereitung des alljährlichen geschichtsrevisionistischen Aufmarsches am 13. Februar 2010 in Dresden. Dieser war in den vergangenen Jahren der europaweit größte Neonazisaufmarsch. Für 2010 wird mit 8000 Teilnehmern aus ganz Europa gerechnet.

Ausschreitungen von Nazis in Großzschocher

31.

Dezember
2009
Donnerstag

Bereits am frühen Silvester-Abend zogen größere Neonazigruppen durch die Straßen von Großzschocher. Dies berichten Augenzeug_innen. Kurz vor dem Jahreswechsel schlugen Täter die Scheiben der Sparkasse im Kreuzungsbereich der Huttenstraße/Dieskaustraße aus einer größeren Personengruppe heraus ein. Nach Eintreffen der Polizeikräfte konnte einer der Verdächtigen noch in der Sparkasse gestellt werden. Bereits zum Jahreswechsel 2008/2009 war es an der gleichen Kreuzung zu Ausschreitungen von Neonazis gekommen. Laut einer Polizei-Pressemitteilung vom 01.

Linke-Büro in Lindenau: erneut Scheiben eingeschlagen

12.

November
2009
Donnerstag

In der Zeit von Freitag 13.11. bis Sonntag 15.11. wurde zum dritten Mal versucht, die Scheiben des Wahlkreisbüros von Volker Külow in der Georg-Schwarz-Str. 8 einzuwerfen. Diesmal trafen mehrere Flaschen die Schaufensterscheibe. Es entstand Sachschaden in unbekannter Höhe.

Brutaler Neonazi-Überfall nach Fußballspiel der BSG Chemie Leipzig fordert Schwerverletzten

4.

Oktober
2009
Sonntag

Am Sonntagnachmittag kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen militanten Neonazis und Hooligans und Fans des Fußballvereins BSG Chemie Leipzig, meldete die Leipziger Volkszeitung am 9. Oktober. Ein Anhänger der BSG Chemie wurde schwerverletzt ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er von einem Auto angefahren wurde.

Letztes Refugium des Deutschen Reichs: eine Kleingartenanlage in Lindenau

7.

August
2009
Freitag

Am Freitag Abend gegen 23 Uhr traten aus der Gartenanlage hinter dem Lidl an der Lindenauer Queckstraße 15-20 junge Erwachsene mit schwarz-weiß-roten Fahnen auf den Parkplatz. Sie riefen "jung-radikal-deutschnational" und zogen sich wieder zurück, berichten Anwohner_innen. Die Polizei wurde gerufen, fand allerdings keine Personen mehr vor.

Nazi-Konzert in Lindenauer Motorrad-Club aufgelöst

8.

August
2009
Samstag

Die Polizei hat in der Nacht zum Sonntag ein Nazi-Konzert in Leipzig-Lindenau aufgelöst. Die Beamten seien durch "Ermittlungshinweise" auf die Veranstaltung in den Räumen des Steelwings-Motorradclubs in der Plautstraße aufmerksam geworden. Dort traten gegen 22 Uhr zwei Bands namens Short Cropped (Belgien) und Kampfzone (Bernburg/Saale) auf, die nach Polizeiangaben auch volksverhetzende Lieder sangen. Zur Auflösung des Konzerts setzten die Beamten ein Großaufgebot der Polizeidirektion Leipzig sowie Zusatzkräfte der Bereitschaftspolizei ein.

"Autonome Nationalisten" laden Axel Reitz ins NPD-Zentrum Odermannstraße

25.

Juli
2009
Samstag

Im NPD-Büro in der Odermannstraße fand eine Veranstaltung der "Autonomen Nationalisten Leipzig" statt. Laut Einladung sollte Axel Reitz über die "politische Lage der Bewegung, der Zusammenarbeit und neue Wege des Widerstandes" referieren. Axel Reitz war Gründungsmitglied des Kampfbundes Deutscher Sozialisten (KDS), eine inzwischen aufgelöste bundesweit agierende Kaderorganisation.

Hakenkreuzschmierereien am Linke-Büro in Lindenau

12.

Juli
2009
Sonntag

In der Nacht vom 12. zum 13. Juli wurde die Schaufensterscheibe des Linksbüro Alt-Lindenau in der Georg-Schwarz-Straße 8 mit einem großen Hakenkreuz beschmiert. Seit seiner Eröffnung am 27. März ist das Büro mindestens zweimal, im April und im Mai, Ziel von Angriffen gewesen.

NPD hält "Mahnwache" vor Zentrum in der Odermannstraße ab

5.

Dezember
2008
Freitag

Am Abend des 5.12. fand gegen 18 Uhr auf dem Lindenauer Markt eine Protestveranstaltung gegen das NPD-Zentrum statt. Im Anschluss daran versammelten sich ca. 10-12 NPD-AnhängerInnen vor dem Grundstück Odermannstr. 8. Während einige sich mit Fackeln in der Hand auf dem Gehweg vor dem meterhohen Zaun postierten, der das Zentrum gegen neugierige Blicke schützen soll, versuchten andere einen Medienvertreter am Fotografieren der "Mahnwache" zu hindern.