Mitte / Zentrum

Diskriminierung im Fußball: Die ganze Palette

15.

Februar
2013
Freitag

In bestimmten Fußballmilieus nimmt man nach wie vor kein Blatt vor den Mund. Zeug_innen mussten am Freitag an der Straßenbahnhaltestelle miterleben, wie sich Fans der Vereine RB Leipzig und Lok Leipzig lautstark beschimpften und dabei in punkto Diskriminierung und Menschenverachtung alle Register zogen.

Rassistische Beleidigungen an Leipziger FDP-Büro geklebt

1.

Januar
2013
Dienstag

Die Scheiben des Büros der Leipziger FDP am Martin-Luther-Ring, das auch als Abgeordnetenbüro für Holger Kramer (MdEP) und Sven Morlok (MdL) fungiert, wurden über den Jahreswechsel mit Zetteln beklebt, auf denen rassistische und andere neonazistische Parolen standen. Zudem wurde die Schließanlage des Büros beschädigt. Nach Parteiangaben entstand dabei ein Sachschaden in vierstelliger Höhe.

Rassistische Rufe aus Fanblock des 1. FC Lok

31.

Oktober
2012
Mittwoch

Im Rahmen des Spiels zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem 1. FC Magdeburg wurde aus dem Lok-Fanblock am 31.10.2012 mehrfach "Asylanten" skandiert, wie mehrere Augenzeug_innen übereinstimmend berichteten. Mit dem abwertenden Begriff sollten in diesem Fall offenbar die gegnerischen Fans und Spieler beleidigt werden. Der Nordostdeutsche Fußballverband konnte auf Nachfrage von chronik.LE den Vorfall nicht bestätigen - weder das Schiedsrichterteam noch noch anwesende Journalist_innen des MDR hätten die Rufe gehört.

"Blaue Narzisse"-Chefredakteur auf Leipzig Besuch

16.

Oktober
2012
Dienstag

Die Leipziger Burschenschaft Germania führte eine Veranstaltung zum Thema "Ausländergewalt" mit Felix Menzel in ihrem Haus in der Gohliser Straße 2 durch. Der Vortrag (re-)produziert diskriminierende und rassistische Vorurteile gegen Menschen mit Migrationshintergrund. Seinen völkischen Nationalismus verbreitete Menzel bereits mehrfach bei verschiedenen rechtskonservativen Initiativen in Deutschland.

Nazi-Parolen in Leipziger Innenstadt

11.

November
2011
Freitag

Im Stadtzentrum rief ein Mann die Parole "Sieg Heil", wofür er nunmehr wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt.

Rassismus an der Clubtür

14.

September
2012
Freitag

Am Freitag Abend stand eine Gruppe von fünf Freund_innen zusammen mit anderen Menschen in einer Warteschlange vor dem Leipziger Club "Twenty One" (Gottschedstraße 2). Nach etwa anderthalb Stunden kam die Gruppe an den Einlass des Clubs. Während zwei Personen, beide aus Brasilien, problemlos in den Club konnten, verweigerte der Türsteher den restlichen Personen den Eintritt und verlangte nach deren Ausweisen. Die drei Personen, eine aus Brasilien sowie zwei aus Indien, zeigten daraufhin die entsprechenden Dokumente, Pass, Visum und Aufenthaltserlaubnis, vor.

Neonazis bei Regionalliga-Derby

2.

September
2012
Sonntag

Am 2. September 2012 fand im Zentralstadion das Regionalliga-Derby zwischen Lok Leipzig und RB Leipzig statt. Vor dem Spiel führten 2.000 Lok-Anhänger einen Fanmarsch durch, der ab 11.45 vom Hauptbahnhof zum Stadion zug. Der Aufzug war von der rechtsgerichteten Ultra-Gruppe "Scenario" organisiert und beworben worden. "Scenario" verkaufte beim vorausgegangenen Heimspiel Motto-Shirts, die viele der Teilnehmer trugen. Auch Auswechselspieler und Betreuer von Lok hatten offenbar bei den Kameraden eingekauft.

Deutschlandfahrt der NPD - Rassistische Hetze auch in Leipzig

7.

August
2012
Dienstag

Im Rahmen ihrer "Deutschlandfahrt" hielt die NPD am 7. August auch in Leipzig eine Kundgebung ab. Mit ihrem als "Flaggschiff" bezeichneten Werbe-LKW fanden sich ca. 30 Neonazis in der Goethestraße nahe des Augustplatzes ein – unmittelbar vor dem Denkmal für die deportierten Sinti und Roma.

Schmiererei mit NSU-Bezug am Universitätsgebäude

30.

Mai
2012
Mittwoch

Am Seminargebäude der Universität Leipzig wurde direkt neben den Räumen des Student_innenrats eine größere Schmiererei hinterlassen, die sich auf den sogenannten "Nationalsozialistischen Untergrund" bezieht. Der Schriftzug "'NSU'=BRDDR=USRAEL" soll vermutlich suggerieren, die neonazistische Terrorgruppe sei ein Konstrukt staatlicher Institutionen. Die Bundesrepublik wird dabei mit der DDR auf eine Stufe gestellt und die USA in antiamerikanischer und antisemitischer Manier als von Israel bzw. einer israelischen Lobby dominiert dargestellt.

Rassistischer Angriff in der Straßenbahn

16.

Juni
2011
Donnerstag

Am 9. Mai 2012 verurteilte das Amtsgericht Leipzig den 23-jährigen Mike K. zu einer sechsmonatigen Haftstrafe. Bei der Verhandlung trug der Täter ein Shirt der Naziband "Skrewdriver".