Mitte / Zentrum

Gewalttätiger Übergriff im Hauptbahnhof

5.

Januar
2013
Samstag

Im Leipziger Hauptbahnhof soll gegen 21:30 Uhr ein 23-Jähriger eine nicht-rechte Person angegriffen und danach in Richtung Schwanenteich geflohen sein, wobei er mehrfach die Parole "Sieg Heil" rief.

Der Angreifer soll den Betroffenen an den Haaren durch die Osthalle geschleift und Verletzungen am Gesicht zugefügt haben. Als Passant_innen eingriffen, zeigte der Täter diesen den Hitlergruß.

Rassistische Beleidigung am Wilhelm-Leuschner-Platz

8.

Mai
2013
Mittwoch

Am Nachmittag wurden zwei Personen im Park am Wilhelm-Leuschner-Platz rassistisch beleidigt. Die Betroffenen liefen gegen 14 Uhr durch die Parkanlage und passierten dabei drei Männer, die zwei Hunde mit sich führten. Einer der drei Männer, der im Skinhead-Look gekleidet gewesen war, beleidigte die zwei Personen als "Neger".

NSU-Verherrlichung nach Regionalliga-Derby in Leipzig

8.

Mai
2013
Mittwoch

Nach dem Derby der Regionalliga-Mannschaften RB und Lok Leipzig am Mittwoch im Zentralstadion skandierte eine Gruppe von etwa 20-30 Lok-Fans Parolen, in denen der selbsternannte "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) verherrlicht wurde. In Sprechchören wurden unter anderem Solidarität und Bewunderung für die beiden NSU-Mitglieder Beate Zschäpe und Uwe Mundlos bekundet. Dies ereignete sich zwischen 20.15 und 20.30 Uhr beim Abmarsch nach dem Spiel in der Jahnallee, Ecke Waldplatz.

Erneut rassistischer Übergriff am Wilhelm-Leuschner-Platz

12.

Mai
2013
Sonntag

Am frühen Sonntagmorgen gegen 05.35 Uhr kam es an der Straßenbahnhaltestelle Wilhelm-Leuschner-Platz zu einem diskriminierenden Übergriff. Zwei junge Männer beleidigten einen Passanten auf rassistische Weise, bedrängten und schubsten ihn. Einer Person, die den Betroffenen unterstützen wollte und verbal intervenierte, schlugen die Angreifer mehrmals ins Gesicht. Dieser setzte sich daraufhin mit Pfefferspray zur Wehr. Die herbeigerufene Polizei konnte die Täter stellen. Jedoch hatten die Angegriffenen inzwischen den Ort des Geschehens verlassen.

Diskriminierung im Fußball: Die ganze Palette

15.

Februar
2013
Freitag

In bestimmten Fußballmilieus nimmt man nach wie vor kein Blatt vor den Mund. Zeug_innen mussten am Freitag an der Straßenbahnhaltestelle miterleben, wie sich Fans der Vereine RB Leipzig und Lok Leipzig lautstark beschimpften und dabei in punkto Diskriminierung und Menschenverachtung alle Register zogen.

Rassistische Beleidigungen an Leipziger FDP-Büro geklebt

1.

Januar
2013
Dienstag

Die Scheiben des Büros der Leipziger FDP am Martin-Luther-Ring, das auch als Abgeordnetenbüro für Holger Kramer (MdEP) und Sven Morlok (MdL) fungiert, wurden über den Jahreswechsel mit Zetteln beklebt, auf denen rassistische und andere neonazistische Parolen standen. Zudem wurde die Schließanlage des Büros beschädigt. Nach Parteiangaben entstand dabei ein Sachschaden in vierstelliger Höhe.

Rassistische Rufe aus Fanblock des 1. FC Lok

31.

Oktober
2012
Mittwoch

Im Rahmen des Spiels zwischen dem 1. FC Lokomotive Leipzig und dem 1. FC Magdeburg wurde aus dem Lok-Fanblock am 31.10.2012 mehrfach "Asylanten" skandiert, wie mehrere Augenzeug_innen übereinstimmend berichteten. Mit dem abwertenden Begriff sollten in diesem Fall offenbar die gegnerischen Fans und Spieler beleidigt werden. Der Nordostdeutsche Fußballverband konnte auf Nachfrage von chronik.LE den Vorfall nicht bestätigen - weder das Schiedsrichterteam noch noch anwesende Journalist_innen des MDR hätten die Rufe gehört.

"Blaue Narzisse"-Chefredakteur auf Leipzig Besuch

16.

Oktober
2012
Dienstag

Die Leipziger Burschenschaft Germania führte eine Veranstaltung zum Thema "Ausländergewalt" mit Felix Menzel in ihrem Haus in der Gohliser Straße 2 durch. Der Vortrag (re-)produziert diskriminierende und rassistische Vorurteile gegen Menschen mit Migrationshintergrund. Seinen völkischen Nationalismus verbreitete Menzel bereits mehrfach bei verschiedenen rechtskonservativen Initiativen in Deutschland.

Nazi-Parolen in Leipziger Innenstadt

11.

November
2011
Freitag

Im Stadtzentrum rief ein Mann die Parole "Sieg Heil", wofür er nunmehr wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt.

Rassismus an der Clubtür

14.

September
2012
Freitag

Am Freitag Abend stand eine Gruppe von fünf Freund_innen zusammen mit anderen Menschen in einer Warteschlange vor dem Leipziger Club "Twenty One" (Gottschedstraße 2). Nach etwa anderthalb Stunden kam die Gruppe an den Einlass des Clubs. Während zwei Personen, beide aus Brasilien, problemlos in den Club konnten, verweigerte der Türsteher den restlichen Personen den Eintritt und verlangte nach deren Ausweisen. Die drei Personen, eine aus Brasilien sowie zwei aus Indien, zeigten daraufhin die entsprechenden Dokumente, Pass, Visum und Aufenthaltserlaubnis, vor.