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Sticker mit Verherrlichung eines US-amerikanischen Rechtsterroristen in Gohlis verklebt

27.

Januar
2021
Mittwoch

In der Max-Liebermann-Straße verkleben Unbekannte einen Sticker, der einen jungen US-amerikanischen Rechtsterroristen heroisch darstellt und seine Tat verherrlicht. Der 17-jährige hatte im Sommer 2020 zwei Menschen in Kenosha, Wisconsin bei Protesten erschossen. Die Demonstration fanden statt, nachdem einem Schwarzen Mann wenige Tage zuvor von Polizisten mehrfach in den Rücken geschossen worden war.

Neonazistische Sticker in Eutritzsch angebracht

20.

Januar
2021
Mittwoch

Auf der Delitzscher Straße werden mehrere neonazistische Sticker verklebt. Darunter befindet sich u.a. das Motiv "Terrorstaat Israel" mit einer blutigen Israelfahne . Urherb des Aufkklebers ist die neonazistischen Partei "Der III. Weg". Ein weiterer Sticker ist im Stil des antirassistischen Slogans "Kein Mensch ist illegal" gehalten, wirbt allerdings mit "Keine Meinung ist illegal" und verweist auf den neonazistischen Onlineshop fsn-tv.

Hakenkreuz auf Gehweg der Leipziger Messe eingebrannt

30.

Dezember
2019
Montag

Unbekannte brennen ein Hakenkreuz auf den Gehweg vor der Leipziger Messe ein. Das eingeleitete Ermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wird eingestellt, da keine Tatverdächtigen ermittelt werden können.

Agressive LVB-Kontrolle

13.

November
2019
Mittwoch

Eine Person mit gültigem Ticket steigt in der Wilhelminenstraße in die Straßenbahn Richtung Messe. Da sie sonst nie Straßenbahn fährt, vergisst sie unmittelbar nach dem Einsteigen ihr Ticket zu entwerten, holt dies aber nach. Ein äußerst agressiver Kontrolleur verhängt der Frau eine Strafe und macht sich dabei über sie lustig. In der Wahrnehmung der Frau wird sie so behandelt, weil sie als Ausländerin wahrgenommen wird.

Verschwörungsideologisches Graffiti angebracht

9.

April
2020
Donnerstag

An einer Brücke über dem Autobahnzubringer Maximilianallee ist das Graffiti "Fight NWO gesprüht". Dabei steht NWO für "New World Order", also "Neue Weltordnung" und ist eine verschwörungstheoretische Chiffre für eine angeblich angestrebte Beherrschung der Welt durch Eliten und Geheimgesellschaften. Oft ist diese Unterstellung antisemitisch konnotiert.
An derselben Brücke wurde in der Vergangenheit bereits ein Mobilisierungs-Transparent für eine rechte Aktion in Halle aufgehangen.

"Reichseinigungskneipe" der Burschenschaft Arminia zu Leipzig

18.

Januar
2020
Samstag

Die extrem rechte Burschenschaft Arminia zu Leipzig (Wahlspruch "Freiheit - Ehre - Vaterland" veranstaltet eine "Reichseinigungskneipe". Bei dieser wird augenscheinlich der Deutschen Reichseinigung im Jahr 1871 gedacht. Vorausgegangen war dieser Einigung ein deutscher Angriffskrieg gegen Frankreich.
Die Armina ist im extrem rechten Dachverband der "Deutschen Burschenschaften" organisiert. Eines der bekanntesten Mitglieder ist Martin Kohlmann (Pro Chemnitz).

Wiederholte geschichtsrevisionistische und antisemitische Gesänge in Kneipe in Leipzig-Gohlis

3.

Oktober
2019
Donnerstag

Am Donnerstag wird in einer Kneipe auf der Georg-Schumann-Straße in Leipzig Gohlis das "U-Bahn-Lied gesungen". Das Barpersonal greift nicht ein.

Nazi-Symbole in Eutritzsch gesprüht

12.

Oktober
2019
Samstag

Am Samstagabend sprühen drei junge Männer in der Schönefelder Straße in Eurtritzsch mehre Nazi-Symbole auf die Straße. Konkret handelt es sich um ein 40 mal 40 Zentimeter großes Hakenkreuz sowie die Abkürzungen NSDAP (2x) und NS (3x). Die von Zeug_innen alarmierte Polizei nimmt die drei Personen im Alter von 18 bis 19 Jahren in der Nähe des Tatorts fest. Sie müssen sich wegen Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen verantworten.

"Arbeit macht frei" in Bahnunterführung angebracht

12.

Februar
2019
Dienstag

Unbekannte schreiben den Spruch "Arbeit macht frei" auf den Boden in der Unterführung der S-Bahnstation Leipzig-Nord. Der Spruch stand während des Nationalsozialismus über mehreren Eingangstoren zu Konzentrationslagern, unter anderem in Auschwitz.

Der Spruch wurde vermutlich bereits vor einiger Zeit dort angebracht.

Grab auf jüdischem Friedhof geschändet

12.

Dezember
2018
Mittwoch

Auf dem alten jüdischen Friedhof in Eutritzsch wird ein Grabstein einer Familie geschändet. Hinter dem Namen der Familie wird der Zusatz "und Juden Schweine" geschmiert. Das "S" im Wort Schweine wird als Sigrune geschrieben.
Die Sigrune entstammt der völkischen Bewegung des 19. und 20. Jahrhunderts und wurde im Nationalsozialismus unter anderem als doppeltes Symbol von der Schutzstaffel (SS) verwendet.