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Neonazistischer Anschlag auf Abgeordnetenbüro

24.

April
2011
Sonntag

Das Leipziger Wahlkreisbüro der Bundestagsabgeordneten Dr. Barbara Höll und Landtagsabgeordneten Dr. Monika Runge (beide DIE LINKE) wurde erneut Ziel eines Anschlags aus Neonazi-Kreisen.

Gedenktafel in der Kamenzer Straße zum dritten Mal zerstört

29.

Januar
2011
Samstag

Vermutlich in der Nacht vom 22. zum 23. Januar kam es erneut zur Zerstörung der Gedenktafel an einem Wegezeichen zur Erinnerung an die die Opfer der Todesmärsche 1945 in der Kamenzer Straße in Leipzig. Unbekannte brachen ein großes Stück aus der Tafel heraus. Die Tafel erinnerte auch an die Zwangsarbeiter_innen der Rüstungsfirma HASAG, die hier bis 1945 ein Außenlager des KZ Buchenwalds betrieben hatte.

Leipzig: Todesmärsche-Gedenkort Kamenzer Straße erneut zerstört

9.

Oktober
2010
Samstag

Der Gedenkort für die Opfer der Todesmärsche im April 1945 in Leipzig-Schönefeld wurde nach einer ersten Schändung am 23. August erneut zerstört. Die Wegezeichen in der Kamenzer Straße 10 wurden entfernt und durch Schilder ersetzt, die nach Buchenwald und Stalingrad weisen, jeweils mit Kilometerangabe. Die Initiatorin des Gedenkortes, die Gruppe "Gedenkmarsch Leipzig", vermutet einen Zusammenhang mit den für den 16. Oktober in Leipzig geplanten Neonazi-Aufmärschen.

Neonazis feiern "Heß-Wochen"

31.

August
2010
Dienstag

Im Rahmen einer so genannten "Heß-Woche" haben Neonazis in ganz Sachsen des Hitler-Stellvertreters und verurteilten Kriegsverbrechers Rudolf Heß gedacht, der sich am 17. August 1987 erhängt hat. In den Nächten um den Todestag sind unter anderem in Grimma, Borna, Geithain, Eilenburg, Delitzsch, Kohren-Sahlis, Frohburg, Bad Lausick, Döbeln, Torgau und Leisnig Aufkleber, Plakate, Graffitis und Schmierereien angebracht worden.

Gedenkort zur Erinnerung an die Todesmärsche 1945 geschändet

23.

August
2010
Montag

Am Wochenende wurde der Gedenkort für die Opfer des Nationalsozialismus in der Kamenzer Straße zerstört; eine Gedenktafel sowie Wegezeichen wurden entfernt und durch ein Stoppschild, kombiniert mit einem Panzerschild, ersetzt.

Nazi-Konzert in ehemaligem KZ-Außenlager: Stadtrat bestätigt Einwohner_innenanfrage

14.

Juni
2009
Sonntag

Wie Oberbürgermeister Rosenthal auf eine Einwohner_innenanfrage bestätigte, gab es in der Kamenzer Straße 10 mindestens ein Nazi-Konzert. Von 1943 bis 1945 befand sich in dem Gebäude ein Außenlager des KZs Buchenwald, in welchem Zwangsarbeiter des Rüstungskonzerns HASAG untergebracht waren. Das Nazi-Konzert fand am 8.11.2008 statt. Die Polizei war anwesend. Ob weitere Konzerte ohne Polizeipräsenz stattfanden, ist nicht klar.

Nazi-Konzert mit "Blood & Honour"-Bands in Leipzig

29.

November
2008
Samstag

Knapp drei Wochen nach dem von ca. 350 Teilnehmer_innen besuchten Nazi-Konzert am 8. November findet am 29. November in Leipzig eine weitere Veranstaltung dieser Art statt, die von der Staatsregierung im Nachhinein ebenfalls "abschließend als rechtsextremistisches Konzert bewertet" wird. Diese nachträgliche Auskunft findet sich in der am 16. April 2009 veröffentlichten Antwort auf eine Große Anfrage der Linksfraktion zum Thema "Extreme Rechte in Sachsen".

Nazi-Konzert mit 150-200 Besuchern in Leipzig

20.

September
2008
Samstag

Laut Auskunft des sächsischen Innenenmimisteriums auf eine Kleine Anfrage zu "Rechten Konzerten in Sachsen 2008" fand am 20. September in Leipzig ein "rechtsextremistisches" Konzert mit etwa 150 bis 200 Besuchern statt. Es traten fünf Szene-Bands mit so eindeutigen Namen wie "12 Golden Years", "Priorität 18" (aus Dresden) oder "White Rebell Boys" auf. Der Veranstalter kann laut Innenministerium "nicht genannt werden".

Nazi-Konzert mit sechs Bands und 350 Besuchern in Leipzig

8.

November
2008
Samstag

Laut Auskunft des sächsischen Innenenmimisteriums auf eine Kleine Anfrage zu "Rechten Konzerten in Sachsen 2008" fand am 8. November 2008 in Leipzig ein "rechtsextremistisches Konzert" mit rund 350 Besuchern statt. Nach einem Bericht der Leipziger Internetzeitung können es an diesem Abend sogar bis zu 400 Besucher gewesen sein. Ihnen wurden sechs Bands, überwiegend aus dem Hatecore-Spektrum, geboten. Neben Gruppen aus Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt hatte auch die im Verfassungsschutzbericht für 2008 genannte Leipziger Nazi-Band "Thematik 25" einen Auftritt.