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Nazi-Demo: JN bekämpft mit Hilfe eines Bombenbauers den "Volkstod" in Schönefeld und Sellerhausen

25.

Oktober
2008
Samstag

Die NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN), die in Leipzig große personelle Schnittmengen zu den so genannten „Freien Kräften“ aufweist, demonstrierte am 25. Oktober mit rund 200 AnhängerInnen weitestgehend ungehindert durch die Leipziger Ortsteile Schönefeld und Sellerhausen. Damit fand in diesem Jahr bereits die sechste Nazi-Demonstration in Leipzig statt. Anwesend waren auch etliche Vertreter der LOK-Fangruppierung "Blue Caps", welche die Demo zuvor auf ihrer Internetseite beworben hatten.

Sabotage öffentlicher Einrichtung

6.

Dezember
2007
Donnerstag

In der Nacht vom 05. zum 06.12. führten Nazis in mehreren sächsischen Orten- darunter Sebnitz, Königstein, Bad Schandau, Meißen, Triebischtal, Pirna, Görlitz, Zittau, Löbau, Ebersbach, Geithain und Leipzig - eine koordinierte Aktion durch, gedacht offenbar als Reaktion auf das Verbot ihres Aufmarsches am 8. Dezember in Bautzen. Dabei wurden die Zugänge zu Ämtergebäuden (Rathäuser, Stadtverwaltungen und Bürgerämter, Arbeitsagenturen, Polizeiwachen) und Lokalredaktionen blockiert, verklebt oder mit Ketten verschlossen.

Zwanzig Vermummte überfallen Nachtbus mit Besuchern des Courage-Konzerts

1.

Mai
2008
Donnerstag

Im Stadtteil Mockau ist in der Nacht zum 1. Mai 2008 ein Bus der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) brutal überfallen worden. Etwa zwanzig Vermummte fielen an der Haltestelle Friedrichshafner/Essener Straße gegen 1.30 Uhr über den nahezu voll besetzten Bus her. Dabei wurde ein 19-Jähriger schwer verletzt. Mit dem Bus fuhren vor allem Besucher des "Courage zeigen"-Konzerts vom Völkerschlachtdenkmal nach Hause. Mit der Veranstaltung soll ein Zeichen gesetzt werden gegen Nazismus, Gewalt und Rassismus.

"Aryan Brotherhood"-Club polizeilich geräumt

31.

Januar
2008
Donnerstag

Das Klubhaus "Aryan Brotherhood" wurde bereits im Januar polizeilich geräumt, da laut Ordnungsamt der Stadt Leipzig ordnungswidrig ein Gewerbe unterhalten wurde. Bekannt wurde dies erst im März durch eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion im Stadtrat.

Nazibeflaggung in der Eisenbahnstraße

15.

März
2008
Samstag

Bewohner der Eisenbahnstraße hängten mehrere Deutschlandfahnen sowie Fahnen mit den "Reichsfarben" und dem Ritterkreuz aus privaten Wohnungen, um Ihre Solidarität mit der tags zuvor von der Stadt verbotenen Nazidemo zu demonstrieren.