Ost

Leipziger NPD-Chef nach Attacke auf Fahrradfahrer in U-Haft

2.

August
2015
Sonntag

Der Leipziger NPD-Chef und Stadtrat Enrico Böhm sitzt nach einem Übergriff auf einen Fahrradfahrer in U-Haft. Böhm soll am Sonntag den Fahrradfahrer, der mit einem Lastenfahrrad unterwegs war, erst bedrängt haben. Als der Betroffene an einer roten Ampel das Kennzeichen von Böhms Fahrzeug fotografieren wollte, stieg dieser aus und schlug auf den Fahrradfahrer ein, der sich dagegen wehrte.

Leipziger NPD-Vorsitzender als "besorgter Bürger" im Lokalfernsehen

14.

Oktober
2014
Dienstag

Der lokale TV-Sender "Leipzig Fernsehen" berichtet über eine Informationsveranstaltung der Stadtverwaltung zur geplanten Einrichtung einer befristeten Notunterkunft für Asysuchende in Paunsdorf. In dem Beitrag kommt der Leipziger NPD-Vorsitzende und designierte Stadtrat Enrico Böhm als "besorgter Bürger" zu Wort (hier ab min 1:12). Dass sie damit einem NPD-Kader eine Bühne für seine Propaganda geben, war dem Sender offenbar nicht bewusst - oder egal.

Neulich: "Sieg Heil"-Grüße in der Straßenbahn

25.

Januar
2013
Freitag

Das Private ist manchmal auch das Politische. Etwa wenn man im öffentlichen Raum fremde Personen bewusst an den eigenen privaten Gesprächen teilhaben lässt, indem man laut genug ins Handy brüllt. So geschehen am Freitagabend kurz vor 22 Uhr in einer Straßenbahn der Linie 4 Richtung Stötteritz. Ein muskulöser Mann grüßte mehrfach alle bei ihm Anrufenden mit einem zackigen "Heil Hitler" oder auch "Sieg Heil" - zur Erheiterung seiner Begleiterinnen.

Neonazi-Gäste bei Krawallbrüder-Konzert im "Hellraiser"

31.

März
2012
Samstag

Bei einem Konzert im Metallschuppen "Hellraiser" im Leipziger Stadtteil Engelsdorf haben einige Besucher/innen in einer Pause vor dem Veranstaltungsort Lieder der Nazibands "Endstufe" und "Sleipnir" angestimmt. Bei diesen Gästen soll es sich um Neonazis aus Nordsachsen gehandelt haben. Im "Hellraiser" selbst spielten an diesem Abend die Oi-Bands "Soifass", "Slapshot" und "Krawallbrüder", die vom "Oireszene"-Blog dem so genannten Grauzonen-Spektrum zugeordnet werden.

Neonazis feiern "Heß-Wochen"

31.

August
2010
Dienstag

Im Rahmen einer so genannten "Heß-Woche" haben Neonazis in ganz Sachsen des Hitler-Stellvertreters und verurteilten Kriegsverbrechers Rudolf Heß gedacht, der sich am 17. August 1987 erhängt hat. In den Nächten um den Todestag sind unter anderem in Grimma, Borna, Geithain, Eilenburg, Delitzsch, Kohren-Sahlis, Frohburg, Bad Lausick, Döbeln, Torgau und Leisnig Aufkleber, Plakate, Graffitis und Schmierereien angebracht worden.

Leipziger Bürger mobilisieren gegen Sinti und Roma

27.

August
2010
Freitag

Im Leipziger Stadtteil Volkmarsdorf drohen Anwohner_innen eine Bürgerwehr gegen eine Gruppe von Sinti und Roma zu gründen. In einem offenen Brief machen sie diese für große Verschmutzungen, belästigende Bettelei, Steine werfende Kinder und sonstige Kriminalität rund um die Lukaskirche verantwortlich. Die Gründung einer Bürgerwehr gegen Sinti und Roma stellt für die Bewohner_innen den Weg dar, um ihrer extreme(n) Feindlichkeit gegen die betreffende Minderheit Ausdruck zu verleihen.

Nach WM-Achtelfinale: Jubelparade mit Beleidigungen

27.

Juni
2010
Sonntag

Nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft zogen mehrere Personen jubelnd zu Fuß und mit Fahrzeugen durch den Leipziger Osten. Als die kleine Parade an der Kreuzung Eisenbahnstraße/Idastraße einen Zwischenstopp einlegte, beschimpften die mit schwarz-rot-goldenen Fahnen und anderen Fan-Utensilien ausgestatteten Deutschland-Fans die Nutzer_innen des dortigen Wächterhauses, die gerade am offenen Fenster die Sonne genossen. Laut Augenzeug_innen wurden von der offenen Ladefläche eines Kleinlaster Beleidigungen wie "Ihr Dreckspack" gerufen.

Aufmarsch von 1350 Neonazis in Leipzig nach Ausschreitungen noch vor Beginn aufgelöst

17.

Oktober
2009
Samstag

Am 17. Oktober 2009 versammelten sich ab Mittag rund 1350 Neonazis am S-Bahnhof Sellerhausen, um unter dem Motto "Recht auf Zukunft" durch den Leipziger Osten und die Innenstadt zum Hauptbahnhof zu marschieren. Doch dazu kam es nicht, die Versammlung wurde gegen 16 Uhr aufgrund von Angriffen einiger ungeduldiger Demonstrationsteilnehmer auf Polizist_innen aufgelöst.

Nazi-Angriff auf das Wächterhaus in der Eisenbahnstraße

18.

Oktober
2009
Sonntag

Am Sonntag Nachmittag versuchte eine Gruppe junger Neonazis Nutzer_innen des Wächterhauses in der Eisenbahnstraße in Volkmarsdorf anzugreifen. Vier Personen erschienen gegen 15 Uhr vor dem Gebäude und warfen den im Haus anwesenden Leuten vor, sie hätten "ihre" Demo am gestrigen Tage "versaut" und skandierten Parolen. Wenig später wollte sich ein Nazi, mit einem Klappmesser bewaffnet, gewaltsam Zutritt zum Wächterhaus verschaffen. Er versuchte, die Tür einzutreten. Dies konnten die Bewohner_innen des Hauses verhindern.