Ost | chronik.LE

Ost

Nach WM-Achtelfinale: Jubelparade mit Beleidigungen

27.

Juni
2010
Sonntag

Nach dem Sieg der deutschen Nationalmannschaft im Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft zogen mehrere Personen jubelnd zu Fuß und mit Fahrzeugen durch den Leipziger Osten. Als die kleine Parade an der Kreuzung Eisenbahnstraße/Idastraße einen Zwischenstopp einlegte, beschimpften die mit schwarz-rot-goldenen Fahnen und anderen Fan-Utensilien ausgestatteten Deutschland-Fans die Nutzer_innen des dortigen Wächterhauses, die gerade am offenen Fenster die Sonne genossen. Laut Augenzeug_innen wurden von der offenen Ladefläche eines Kleinlaster Beleidigungen wie "Ihr Dreckspack" gerufen.

Aufmarsch von 1350 Neonazis in Leipzig nach Ausschreitungen noch vor Beginn aufgelöst

17.

Oktober
2009
Samstag

Am 17. Oktober 2009 versammelten sich ab Mittag rund 1350 Neonazis am S-Bahnhof Sellerhausen, um unter dem Motto "Recht auf Zukunft" durch den Leipziger Osten und die Innenstadt zum Hauptbahnhof zu marschieren. Doch dazu kam es nicht, die Versammlung wurde gegen 16 Uhr aufgrund von Angriffen einiger ungeduldiger Demonstrationsteilnehmer auf Polizist_innen aufgelöst.

Nazi-Angriff auf das Wächterhaus in der Eisenbahnstraße

18.

Oktober
2009
Sonntag

Am Sonntag Nachmittag versuchte eine Gruppe junger Neonazis Nutzer_innen des Wächterhauses in der Eisenbahnstraße in Volkmarsdorf anzugreifen. Vier Personen erschienen gegen 15 Uhr vor dem Gebäude und warfen den im Haus anwesenden Leuten vor, sie hätten "ihre" Demo am gestrigen Tage "versaut" und skandierten Parolen. Wenig später wollte sich ein Nazi, mit einem Klappmesser bewaffnet, gewaltsam Zutritt zum Wächterhaus verschaffen. Er versuchte, die Tür einzutreten. Dies konnten die Bewohner_innen des Hauses verhindern.

Nazi-Aufmarsch: Mobilisierungsaufkleber und Plakate im Leipziger Osten und in Wurzen

14.

Oktober
2009
Mittwoch

In den Morgenstunden des 14. Oktober wurden in der Eisenbahnstraße und am Café Knicklicht in der Dresdner Straße Mobilisierungsaufkleber für die Nazidemonstration am 17.10.2009 geklebt. Das Knicklicht ist Teil des "Bündnis 17. Oktober" ("Leipzig nimmt Platz"), das zu Protesten gegen den Naziaufmarsch aufruft. Bereits in der Nacht vom 9. auf den 10.

Junge Iraker rassistisch beleidigt und mit Pistole angegriffen

30.

Mai
2009
Samstag

Am 30. Mai 2009 griffen in Leipzig-Volkmarsdorf vier Männer zwei junge Iraker an und beleidigten sie rassistisch. Bei der Auseinandersetzung wurde einem der beiden Opfer mit einer Gaspistole ins Gesicht geschossen. Laut Pressemitteilung der Polizei musste er auf Grund seiner Augen- und Gesichtsverletzungen in die Augenklinik gebracht werden. Nach Angaben der RAA Leipzig sind die vier Täter vermutlich dem neonazistischen Spektrum zuzuordnen.

Stadtratskandidaten der NPD zerstören Linke- und SPD-Plakate

20.

Mai
2009
Mittwoch

Der NPD-Kreisvorsitzende Helmut Herrmann und der Landesvorsitzende Winfried Petzold - beide kandidieren auch für den Leipziger Stadtrat - sind am Mittwochabend von der Polizei dabei erwischt worden, wie sie Wahlplakate der Partei Die Linke abrissen und diese durch eigene ersetzten. Das berichtet die LVZ unter Berufung auf Polizeikreise. Der Vorfall soll sich gegen 20 Uhr in der Richard-Lehmann-Straße ereignet haben. Neben dem 74-jährigen Herrmann und dem 65-jährigen Petzold sollen noch drei weitere NPD-Anhänger aus Leipzig und Borna an der Umplakatierung beteiligt gewesen sein.

Nazi-Demo: JN bekämpft mit Hilfe eines Bombenbauers den "Volkstod" in Schönefeld und Sellerhausen

25.

Oktober
2008
Samstag

Die NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten (JN), die in Leipzig große personelle Schnittmengen zu den so genannten „Freien Kräften“ aufweist, demonstrierte am 25. Oktober mit rund 200 AnhängerInnen weitestgehend ungehindert durch die Leipziger Ortsteile Schönefeld und Sellerhausen. Damit fand in diesem Jahr bereits die sechste Nazi-Demonstration in Leipzig statt. Anwesend waren auch etliche Vertreter der LOK-Fangruppierung "Blue Caps", welche die Demo zuvor auf ihrer Internetseite beworben hatten.

Neonazipropaganda am "Tag der Befreiung"

8.

Mai
2008
Donnerstag

Der 53. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Nationalsozialismus, wurde von Leipziger Nazis zum Anlass genommen, ihre geschichtsrevisionistische Ideologie propagandistisch in die Öffentlichkeit zu tragen. In den Morgenstunden tauchten am Donnerstag im Stadtgebiet eine Reihe von Holzkreuzen, Plakaten und Graffitis auf. Die Botschaft: Unter dem Slogan "8. Mai - Wir feiern nicht", wird der Sieg der Aliierten über das Dritte Reich zum Begin einer Unterdrückung des deutschen Volkes umgedeutet.