Südost | chronik.LE

Südost

Rassistische Anfeindung in Stötteritz

27.

Juli
2020
Montag

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite eines Supermarkts in der Papiermühlstraße wird eine PoC von einem Neonazi rassistisch beleidigt. Der Neonazi, der mit einer Frau unterwegs war, biegt anschließend auf die Eichstädtstraße ab und entfernt sich.

Der Begriff People of Color (POC) ist eine Selbstbezeichnung von Menschen, die Rassismus erfahren.

Rechte Sticker in Stötteritz angebracht

8.

Juli
2020
Mittwoch

In der Schönbachstraße im Leipziger Stadtteil Stötteritz werden verschiedene Sticker der "Identitären Bewegung" angebracht. Mehrere Sticker tragen die Aufschrift "Sport frei. Phalanx Europa" und werben damit für einen Online-Shop der Identitären.

Auto in Stötteritz beschmiert

9.

Juli
2020
Donnerstag

In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag wird ein in Stötteritz geparktes Auto großflächig auf einer Seite mit einer schwarz-weiß-roten Fahne beschmiert. Da lediglich das eine Auto beschmiert wurde und keine anderen, ist von einem gezielten Anschlag auszugehen.

Nazi-Party in Liebertwolkwitz

4.

Juli
2020
Samstag

In Liebertwolkwitz findet im Garten eines Einfamilienhauses eine Feier statt, bei der Musik einer Neonaziband abgespielt wird und zudem "mehrfach rechtsgerichtete verfassungswidrige Rufe" zu hören sind. Die herbeigerufene Polizei trifft auf eine Personengruppe von elf männlichen Personen im Alter von 19 bis 25 Jahre und einer weiblichen Person im Alter von 19 Jahren. Nun wird gegen sie wegen der Verwendung verfassungsfeindlicher Kennzeichen und wegen Volksverhetzung ermittelt.

Nächtliche neonazistische Parolen im Reudnitzer Park

2.

Juli
2020
Donnerstag

In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag grölen mindestens zwei Personen zwischen ca. 2 und 4 Uhr im Reudnitzer Park am Täubchenweg verschiedene Parolen. Mindestens dreimal ist dabei auch "Sieg Heil" zu hören. Dabei wird jeweils von einer Person "Sieg" vorgegeben, was von der anderen mit "Heil" erwidert wird.

Wenn Neonazis gedenken

29.

Mai
2020
Freitag

Neonazis führen auf dem Südfriedhof in Probstheida ein Gedenken durch. Dabei machen sie an verschiedenen Denkmälern Stopp und hinterlassen kleine schwarz-weiß-rote Fahnen. Wichtig erscheinen den Neonazis dabei lediglich Gedenkorte, welche die Deutschen als Opfer darstellen. So machen sie u.a. an einer Gedenkstein für die "Bombenopfer[n] der Stadt Leipzig 1943-1945" halt. Warum Leipzig im zweiten Weltkrieg bombardiert wurde, interessiert die Neonazis nicht.

Neonazis am Weißeplatz feinden Personen an

6.

Juni
2020
Samstag

Auf dem Stötteritzer Weißeplatz feinden Neonazis mehrere Personen an. Einer der Männer trägt ein T-Shirt, auf dem "White Power 100% racial" steht. Vorbeilaufende Personen werden mit dem Ausdruck "scheiß Zecken" aggressiv bepöbelt. Die Gruppe grölt lautstark herum und ist mehrere Straßen weit zu hören.

Rassistische Beleidigungen im Täubchenweg

31.

Mai
2020
Sonntag

Eine Person of Color fährt in einem Wagen den Täubchenweg entlang. Eine Frau und ein Mann, die die Straße entlang gehen, beleidigen die Person daraufhin rassistisch. Die Person solle "zurück in ihre Heimat" gehen. Daraufhin fährt die Person im Auto den beiden hinterher und stellt sie zur Rede. Die Rassist_innen fotografieren als Reaktion sein Nummernschild und drohen, die Polizei zu rufen und Anzeige zu erstatten. Dann gehen der Mann und die Frau.

Neonazis attackieren Wohnhaus

30.

Mai
2020
Samstag

Über einen längeren Zeitraum zieht eine Gruppe von etwa fünf Neonazis durch die Straßen von Stötteritz. Dabei skandieren sie lauthals Parolen wie "Bambule, Randale, Rechtsradikale!". Als aus einem Haus heraus widersprochen wird, greifen sie dieses an. Den Bewohnern drohen sie damit, sie zu "zerficken" und sie zu töten.
Zwei von ihnen treten die Türe ein und randalieren im Treppenhaus. Dabei zerstören die Neonazis die Briefkästen des Hauses und machen Anstalten zu den Wohnungen vorzudringen. Im Treppenhaus machen sie kehrt und verlassen das Haus.

Rechte Gesänge und "Sieg Heil"-Rufe in Reudnitz

22.

Mai
2020
Freitag

Eine Gruppe ca. 18-jähriger Frauen und Männer ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 02:00 Uhr auf der Holsteinstraße in Reudnitz unterwegs. Dabei singen sie ein Lied der neonazistischen Band Landser. Zwei der Männer rufen anschließend zwei Mal "Sieg Heil".

Landser wurde 2003 in Berlin als erste Band als kriminelle Vereinigung verboten. Die Band genießt in der neonazistischen Szene Kultstatus. In ihren Texten äußert sich die Band rassistisch gegenüber als minderwertig empfundenen Bevölkerungsgruppen und verherrlicht den Nationalsozialismus.