Probstheida

Antisemitischer Lok-Sticker verklebt

19.

Juni
2021
Samstag

In Probstheida wird ein Sticker aus dem Fan-Umfeld des Fußballvereins 1. FC Lokomotive Leipzig verklebt, auf dem die Fans des Stadtrivalen BSG Chemie Leipzig als Juden diffamiert werden. Der Begriff "Jude" wird in diesem Zusammenhang bewusst als Abwertung verwendet.

Hakenkreuze und Crystal in Probstheida

24.

April
2021
Samstag

Zwischen dem 22. und dem 24. April wird das Vereinsgebäude eines Fußballvereins in Probstheida beschmiert. Die unbekannten Täter_innen malen zwei Hakenkreuze an die Fassade. Daneben sprühen sie "Crystal", "1312", "1337" sowie ein Herzsymbol. Die Hakenkreuze wurden unkenntlich gemacht. Der polizeiliche Staatschutz ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Reichsflagge am Völkerschlachtdenkmal geschmiert

25.

April
2021
Sonntag

An einem Treppenaufgang des Areals rund um das Völkerschlachtdenkmal ist eine kleine Reichsflagge aufgemalt. Diese wird häufig von Neonazis oder Reichsbürgern genutzt, da ihr Zeigen nicht strafbar ist und deswegen auch häufig als Ersatzsymbol für andere verbotene Kennzeichen auf Demonstrationen gezeigt wird. Unter Reichsbürgern ist sie weit verbreitet, da sie davon ausgehen, dass die BRD nach wie vor von den Alliierten besetzt sei und damit nicht souverän sei. Daher sehen sie die Verfassung des Deutschen Reichs als rechtmäßig an.

Nazi-Schmiererei in der Nähe des Völkerschlachtdenkmals

22.

März
2021
Montag

Im Wilhelm-Külz Park in der Nähe des Völkerschlachtdenkmals wird am Montag ein Graffiti entdeckt, das den Ort als "Nazikiez" labelt. Im nahegelegenen Stadtteil Stötteritz finden sich ähnliche Botschaften.

JN-Sticker-Aktion

11.

Februar
2021
Donnerstag

Mitglieder der Jungen Nationalisten (JN), der Jugendorganisation der NPD, stickern großflächig um das Völkerschlachtdenkmal und den Lene-Voigt-Park. Ihre Aktion dokumentieren sie auf ihrem Instagram-Kanal. Die Aufkleber bewerben den Naziaufmarsch anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens am 13. Februar und verweisen auf eine mobilisierende Website.

Neonazi-Gedenken am Südfriedhof

4.

Dezember
2020
Freitag

Neonazis veranstalten auf dem Leipziger Südfriedhof ein "Heldengedenken". Anlass ist die Bombardierung der Stadt Leipzig im Dezember 1943. Der Vorsitzender der "Jungen Nationalisten" Paul Rzehaczek ist allerdings nicht besonders geschichtsfest und datiert den Angriff zuerst auf 1944 und muss sich dann auf 1943 korrigieren. Beim neonazistischen Gedenken werden Kerzen aufgestellt und ein Kranz niedergelegt.

AfD-Propaganda in Leipziger Südosten

24.

November
2020
Dienstag

In mehreren Stadtteilen im Leipziger Südosten verteilt die AfD großflächig Propaganda. Darunter befinden sich Flyer der AfD Leipzig, des Stadtratsmitglieds Marius Beyer sowie die Zeitung der AfD-Landtagsfraktion "Blaue Post".

Rechte Sticker am Völkerschlachtdenkmal

25.

September
2020
Freitag

An der Haltestelle Völkerschlachtdenkmal werden mehrere rechte Sticker an einem Ampelpfahl angebracht. So findet sich neben einem Sticker der "Identitären Bewegung" einer der rechten Fangruppierung "Banda Resoluta" der Fußballvereins Lok Leipzig.

Wenn Neonazis gedenken

29.

Mai
2020
Freitag

Neonazis führen auf dem Südfriedhof in Probstheida ein Gedenken durch. Dabei machen sie an verschiedenen Denkmälern Stopp und hinterlassen kleine schwarz-weiß-rote Fahnen. Wichtig erscheinen den Neonazis dabei lediglich Gedenkorte, welche die Deutschen als Opfer darstellen. So machen sie u.a. an einer Gedenkstein für die "Bombenopfer[n] der Stadt Leipzig 1943-1945" halt. Warum Leipzig im zweiten Weltkrieg bombardiert wurde, interessiert die Neonazis nicht.

Rechte Schmierereien zu Corona am Völkerschlachtdenkmal

13.

Mai
2020
Mittwoch

Am Fuß des Völkerschlachtdenkmals wird mit Kreide eine längere Nachricht an Passant_innen verfasst. In dieser sprechen die Schreibenden von einer "Bundesrepublik in Abwicklung Deutschland" und teilen damit die Argumentation von Reichsbürger_innen, wonach die Bundesrepublik kein souveräner Staat mit eigener Entscheidungsgewalt sei. Allen "Sklaven ohne Maulkorb" wird geraten, sich diesen im "Stasi-Gestapo-Büro" abzuholen.