Probstheida

Diskriminierende Fangesänge nach Lok-Spiel

22.

September
2021
Mittwoch

In Probstheida findet ein Fußballspiel des lokalen Vereins 1. FC Lokomtive Leipzig statt. Nach dem Spiel ziehen Fans durch den Stadtteil. Aus einer Gruppe von etwa 15 jungen Männern, die als Hooligans wahrgenommen werden, ertönen antisemitische und antiziganistische Gesänge und Parolen. Darin wird angedroht, Jüdinnen_Juden sowie Sint_ezze und Rom_nja zu jagen.

Nazistische Symbole auf Fahrbahn gesprüht

10.

August
2021
Dienstag

Unbekannte sprühten mit weißer Farbe mehrere Hakenkreuze auf die Fahrbahn und den Gehweg der Thierschstraße. Die einzelnen Symbole hatten eine Größe von etwa 0,4 x 0,4 Metern. Polizeibeamte machten die Symbole unkenntlich und informierten die Stadtreinigung. Der entstandene Sachschaden wurde auf etwa 300 Euro beziffert. Die Ermittlungen wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurden aufgenommen und werden vom polizeilichen Staatsschutz fortgeführt.

Jugendliche in Probstheida bedroht

13.

August
2021
Freitag

Am Freitagabend bedrohen Unbekannte in Probstheida zwei Jugendliche, die von den Unbekannten als "links" wahrgenommen werden. Dabei wird ihnen mit körperlicher Gewalt gedroht. Erst nachdem sich die Rechten entfernen, können die Jugendlichen ihren Weg fortsetzen. Bereits vor zwei Wochen wurden in Probstheida Jugendliche mit Tötungsfantasien bedroht.

Tötungsfantasie gegenüber Linken geäußert

31.

Juli
2021
Samstag

Samstagabend um kurz vor Zehn bei einem Supermarkt in Probstheida: Drei Neonazis stehen davor herum als zwei Jugendliche mit linken Motiven auf ihrer Kleidung sie passieren. Die Neonazis äußern ihnen gegenüberi: "Ey, die kotzen mich so an." sowie den Tötungswunsch "Totschlagen müsste man die."

Antisemitischer Lok-Sticker verklebt

19.

Juni
2021
Samstag

In Probstheida wird ein Sticker aus dem Fan-Umfeld des Fußballvereins 1. FC Lokomotive Leipzig verklebt, auf dem die Fans des Stadtrivalen BSG Chemie Leipzig als Juden diffamiert werden. Der Begriff "Jude" wird in diesem Zusammenhang bewusst als Abwertung verwendet.

Hakenkreuze und Crystal in Probstheida

24.

April
2021
Samstag

Zwischen dem 22. und dem 24. April wird das Vereinsgebäude eines Fußballvereins in Probstheida beschmiert. Die unbekannten Täter_innen malen zwei Hakenkreuze an die Fassade. Daneben sprühen sie "Crystal", "1312", "1337" sowie ein Herzsymbol. Die Hakenkreuze wurden unkenntlich gemacht. Der polizeiliche Staatschutz ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Reichsflagge am Völkerschlachtdenkmal geschmiert

25.

April
2021
Sonntag

An einem Treppenaufgang des Areals rund um das Völkerschlachtdenkmal ist eine kleine Reichsflagge aufgemalt. Diese wird häufig von Neonazis oder Reichsbürgern genutzt, da ihr Zeigen nicht strafbar ist und deswegen auch häufig als Ersatzsymbol für andere verbotene Kennzeichen auf Demonstrationen gezeigt wird. Unter Reichsbürgern ist sie weit verbreitet, da sie davon ausgehen, dass die BRD nach wie vor von den Alliierten besetzt sei und damit nicht souverän sei. Daher sehen sie die Verfassung des Deutschen Reichs als rechtmäßig an.

Nazi-Schmiererei in der Nähe des Völkerschlachtdenkmals

22.

März
2021
Montag

Im Wilhelm-Külz Park in der Nähe des Völkerschlachtdenkmals wird am Montag ein Graffiti entdeckt, das den Ort als "Nazikiez" labelt. Im nahegelegenen Stadtteil Stötteritz finden sich ähnliche Botschaften.

JN-Sticker-Aktion

11.

Februar
2021
Donnerstag

Mitglieder der Jungen Nationalisten (JN), der Jugendorganisation der NPD, stickern großflächig um das Völkerschlachtdenkmal und den Lene-Voigt-Park. Ihre Aktion dokumentieren sie auf ihrem Instagram-Kanal. Die Aufkleber bewerben den Naziaufmarsch anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Dresdens am 13. Februar und verweisen auf eine mobilisierende Website.

Neonazi-Gedenken am Südfriedhof

4.

Dezember
2020
Freitag

Neonazis veranstalten auf dem Leipziger Südfriedhof ein "Heldengedenken". Anlass ist die Bombardierung der Stadt Leipzig im Dezember 1943. Der Vorsitzender der "Jungen Nationalisten" Paul Rzehaczek ist allerdings nicht besonders geschichtsfest und datiert den Angriff zuerst auf 1944 und muss sich dann auf 1943 korrigieren. Beim neonazistischen Gedenken werden Kerzen aufgestellt und ein Kranz niedergelegt.