Reudnitz | chronik.LE

Reudnitz

Nächtliche neonazistische Parolen im Reudnitzer Park

2.

Juli
2020
Donnerstag

In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag grölen mindestens zwei Personen zwischen ca. 2 und 4 Uhr im Reudnitzer Park am Täubchenweg verschiedene Parolen. Mindestens dreimal ist dabei auch "Sieg Heil" zu hören. Dabei wird jeweils von einer Person "Sieg" vorgegeben, was von der anderen mit "Heil" erwidert wird.

Rassistische Beleidigungen im Täubchenweg

31.

Mai
2020
Sonntag

Eine Person of Color fährt in einem Wagen den Täubchenweg entlang. Eine Frau und ein, die die Straße entlang gehen, beleidigen die Person daraufhin rassistisch. Die Person solle "zurück in ihre Heimat" gehen. Daraufhin fährt die Person im Auto den beiden hinterher und stellt sie zur Rede. Die Rassist_innen fotografieren als Reaktion sein Nummernschild und drohen, die Polizei zu rufen und Anzeige zu erstatten. Dann gehen der Mann und die Frau.

Rechte Gesänge und "Sieg Heil"-Rufe in Reudnitz

22.

Mai
2020
Freitag

Eine Gruppe ca. 18-jähriger Frauen und Männer ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 02:00 Uhr auf der Holsteinstraße in Reudnitz unterwegs. Dabei singen sie ein Lied der neonazistischen Band Landser. Zwei der Männer rufen anschließend zwei Mal "Sieg Heil".

Landser wurde 2003 in Berlin als erste Band als kriminelle Vereinigung verboten. Die Band genießt in der neonazistischen Szene Kultstatus. In ihren Texten äußert sich die Band rassistisch gegenüber als minderwertig empfundenen Bevölkerungsgruppen und verherrlicht den Nationalsozialismus.

"Sieg Heil"-Rufe in Reudnitz

21.

Mai
2020
Donnerstag

Auf der Dresdner Straße in Reudnitz ruft gegen 16.30 Uhr eine Personengruppe "Sieg Heil“. Dafür nutzen sie ein Megaphon. Sieben Personen können in der Köhlerstraße von der Bereitsschaftspolizei gestellt werden. Gegen sie wird Anzeige wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen erstattet.

Neonazistische Graffiti in Reudnitz angebracht

26.

April
2020
Sonntag

An verschiedenen Stellen in Reudnitz werden neonazistische Schmierereien angebracht. Diese finden sich u.a. an der Ecke Holsteinstraße/Oststraße, der Arnoldstraße sowie der Sporthalle des Humbolt-Gymnasiums. Angebracht werden Slogans wie "NS" oder "NS jetzt", neonazistische Zahlencodes wie 88 (für »Heil Hitler«). Weiterhin werden Stromkästen in den Farben schwarz-weiß-rot bemalt.

Bereits am Tag zuvor wurden zahlreiche neonazistische Schmierereien in Stötteritz angebracht.

Rassistische Fahrkartenkontrolle

8.

Februar
2020
Samstag

In der Buslinie 70 Richtung Markkleeberg Ost steigen an der Haltestelle Reudnitz Koehlerstraße drei Kontrolleure ein. Bei der Kontrolle der Tickets beschuldigen sie eine PoC kein gültiges Ticket zu besitzen. Sein Freund, der in der Nähe sitzt, kann jedoch ein Zweierticket vorzeigen. Daraufhin wird beiden vorgeworfen, nicht nebeneinander zu sitzen, obwohl eine der Personen seinen Sitzplatz für eine älteren Herren aufgegeben hat.

Frau als "antifaschistische Schlampe" angefeindet

17.

Januar
2020
Freitag

Gegen 9:30 Uhr wird eine Frau an der Ecke Koehlerstraße/Kapellenstraße von mehreren Männern mit den Worten "antifaschistische Schlampe" beleidigt. Die Täter sind ihr nicht bekannt.
Mit dem Ausdruck soll die betroffene Frau sowohl aufgrund ihrer zugeschriebenen politischen Haltung, als auch aufgrund ihres Frau-Seins diffamiert werden.

Neonazistische Schmierereien im Lene-Voigt-Park

29.

Dezember
2019
Sonntag

In einer Unterführung im Lene-Voigt-Park werden an die Tunnelwände neonazistische Parolen und Symbole geschmiert. Darunter finden sich "NS Zone", "Nazi Kiez" und "Fuck AfA" sowie ein Hakenkreuz und eine SS-Rune.

Rechte grölen Parolen in Wurzener Straße

2.

September
2019
Montag

Eine Gruppe von vier Rechten läuft in der Nacht von Montag auf Dienstag Parolen grölend die Wurzener Straße entlang. Eine der gerufenen Parolen lautet dabei "Nie wieder Israel" und spricht damit dem jüdischen Staat seine Existenz ab. Weiterhin reißen die Rechten linke Plakate von Hauswänden und randalieren an einer Baustelle.

Neonazis pöbeln Kinder auf Spielplatz an

23.

Juli
2019
Dienstag

Gegen 19:30 Uhr rufen drei junge Männer im Alter von 21 und 22 Jahren in der Nähe des Spielplatz am Alfred-Frank-Platz mehrfach "Hass, Hass, Hass wie noch nie" sowie "Sieg Heil". Dabei zeigen sie den Hitlergruß in Richtung zweier kleiner Kinder, die sich auf dem Spielplatz befinden und von einer Frau mit Kopftuch betreut werden. Kurze Zeit später erscheinen mehrere Polizist_innen, um die Personalien der Männer festzustellen. Unklar ist, ob dies im direkten Zusammenhang mit den Parolen und dem Hitlergruß steht.