Reudnitz | chronik.LE

Reudnitz

Corona-Leugner-Propaganda in Reudnitz verteilt

14.

Januar
2021
Donnerstag

In Reudnitz werden in mindestens einem Imbiss Flyer verteilt, in welchem die Lesenden dazu aufgefordert werden selbst zu denken. Die Impfung gegen Corona sei experimentell und das Virus fast nicht tödlich und somit implizit vernachlässigbar. Die Nachbarschaft wird im Flyer explizit dazu aufgefordert Verstöße gegen die Corona-Regelungen nicht zu melden, sondern sich daran zu erinnern, was wirklich Nachbarschaft ausmache. Das Nachbar_innen auch in Folge von Missachtung der Corona-Regelungen sterben können verschweigt der Flyer geflissentlich.

Versuchte Vergewaltigung im Lene-Voigt-Park

4.

Dezember
2020
Freitag

Eine 34-jährige geht nachts mit ihrem Hund im Lene-Voigt-Park spazieren. Zwei Männer versuchen sie unvermittelt vom Weg zu zerren und zu entkleiden. Der Hund der Frau beißt daraufhin einen der Angreifer in den Oberschenkel. Diese flüchten schließlich.

Farbangriff auf WG und zwei Busse

28.

November
2020
Samstag

In der Nacht von Samstag auf Sonntag sind mehrere Objekte in der Kippenbergstraße Ziel einer Farbeattacke. Mit weißer Farbe werden zwei Wohnmobile, die alternativen Personen zugeordnet werden können, großflächig zugesprüht. Zudem wird die Schaufensterscheibe eines WG-Wohnzimmers ebenfalls in weiß eingefärbt.

"Demokratischer Widerstand" in Reudnitz verteilt

23.

November
2020
Montag

In einem Haus in Reudnitz wird durch den Hausmeister die Zeitung "Demokratischer Widerstand" verteilt. Diese wird von Anselm Lenz und Hendrik Sodenkamp herausgegeben, welche in Berlin die ersten Hygiene-Demonstrationen organisierten. In der Zeitung wird Corona immer wieder bagatellisiert und Platz für Verschwörungsideologien eingeräumt.

Antisemitische Sticker in Reudnitz und Stötteritz verklebt

15.

November
2020
Sonntag

In Reudnitz und Stötteritz werden zahlreiche Sticker mit der Aufschrift "Juden Chemie" verklebt. Der Sticker ist hauptsächlich in den blau-gelben Farben des FC Lokomotive Leipzig gehalten.
Das Wort "Jude" wird in Teilen der Leipziger Fanszene als Schimpfwort gebraucht. Gegnerische Spieler_innen und Fans sollen sich, gemäß verbreiteter antijüdischer Vorurteile, als Schädlinge, minderwertig und nicht lebenswert abgewertet fühlen. Damit werden also nicht nur vermeintliche Gegner_innen beleidigt, sondern antijüdische Vorurteile wiederholt und Jüd_innen somit massiv abgewertet.

Hakenkreuz-Schmiererei an Haltestelle Koehlerstraße

13.

November
2020
Freitag

An der Haltestelle Reudnitz/Koehlerstraße befindet sich eine neonazistische Schmiererei. Unter anderem steht dort ein Hakenkreuz, das allerdings spiegelverkehrt gezeichnet ist, sowie eine 88 mit dem Schriftzug "Sieg Heil".
Eine engagierte Person entfernt die Schmierereien.

Sexueller Übergriff durch Fahrradfahrer

13.

September
2020
Sonntag

Am Sonntagabend laufen zwei Personen gegen 20.00 Uhr die Dresdener Straße entlang. Kurz vor der Abzweigung zur Wurznerstraße kommt Fahrradfahrer von hinten angefahren und greift einer Frau im Vorbeifahren kräftig an den Hintern. Der Täter fährt eilig davon, bevor sich die betroffene Person wehren kann.

Nächtliche neonazistische Parolen im Reudnitzer Park

2.

Juli
2020
Donnerstag

In der Nacht von Mittwoch zu Donnerstag grölen mindestens zwei Personen zwischen ca. 2 und 4 Uhr im Reudnitzer Park am Täubchenweg verschiedene Parolen. Mindestens dreimal ist dabei auch "Sieg Heil" zu hören. Dabei wird jeweils von einer Person "Sieg" vorgegeben, was von der anderen mit "Heil" erwidert wird.

Rassistische Beleidigungen im Täubchenweg

31.

Mai
2020
Sonntag

Eine Person of Color fährt in einem Wagen den Täubchenweg entlang. Eine Frau und ein Mann, die die Straße entlang gehen, beleidigen die Person daraufhin rassistisch. Die Person solle "zurück in ihre Heimat" gehen. Daraufhin fährt die Person im Auto den beiden hinterher und stellt sie zur Rede. Die Rassist_innen fotografieren als Reaktion sein Nummernschild und drohen, die Polizei zu rufen und Anzeige zu erstatten. Dann gehen der Mann und die Frau.

Rechte Gesänge und "Sieg Heil"-Rufe in Reudnitz

22.

Mai
2020
Freitag

Eine Gruppe ca. 18-jähriger Frauen und Männer ist in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gegen 02:00 Uhr auf der Holsteinstraße in Reudnitz unterwegs. Dabei singen sie ein Lied der neonazistischen Band Landser. Zwei der Männer rufen anschließend zwei Mal "Sieg Heil".

Landser wurde 2003 in Berlin als erste Band als kriminelle Vereinigung verboten. Die Band genießt in der neonazistischen Szene Kultstatus. In ihren Texten äußert sich die Band rassistisch gegenüber als minderwertig empfundenen Bevölkerungsgruppen und verherrlicht den Nationalsozialismus.