Reudnitz

Eine Woche vor Nazi-Aufmarsch: Anschlag aufs Café Knicklicht

10.

Oktober
2009
Samstag

In der Nacht vom 9. auf den 10. Oktober wurden zwei Schaufenster-Scheiben des Kulturcafés Knicklicht in der Dresdner Straße 79 zerstört. Das Knicklicht ist Partner des „Bündnis 17. Oktober“, das zu vielfältigen und gewaltfreien Aktionen gegen den Aufmarsch der "Nationalen Sozialisten" am 17.10.2009 mobilisierte. Die Räumlichkeiten des Kulturcafés liegen unmittelbar an der genehmigten Aufmarschroute der Neonazis. Laut LVZ ermittelt die Polizei wegen Sachbeschädigung gegen unbekannt.

Naziaufkleber in Reudnitz

8.

Juni
2009
Montag

Im Lene Voigt Park in Reudnitz klebten Neonazis Aufkleber mit den Aufschriften "Ausländer rein - Nein Danke", "Todesstrafe für Kinderschänder" und "Freiheit für Palästinenser". Anwohner_innen entfernten die Propaganda-Materialien.

Antisemitische Schmiererei in Reudnitz

15.

Mai
2009
Freitag

An der Mauer der Reudnitzer Brauerei in der Oststraße ist die antisemitische Parole "Hängt Fridman!" entdeckt worden. Gemeint ist vermutlich Michel Friedman, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland. Seit wann die Schmiererei an der Brauerei-Mauer geschrieben steht, ist bisher unbekannt.

Reudnitz: Nazis drohen mit Holocaust

17.

März
2009
Dienstag

Mitte März tauchten in Reudnitz Aufkleber menschenverachtenden Inhalts auf. Die Autoren wünschen sich offenbar eine Wiederholung des Holocausts. So findet sich ein Sticker, auf welchem Häftlinge eines Konzentrationslagers sowie das Tor zum Konzentrationslager Auschwitz abgebildet sind. Der Sticker ist untertitelt mit den Worten: "Antifa... Mittendrin statt nur dabei" und richtet sich damit explizit an Nazigegner_innen.

Hooligangruppierung "Blue Caps" mobilisiert erneut für "Kinderschänder"-Demo

10.

März
2009
Dienstag

Nur einen Tag nachdem sich ein dringend Tatverdächtiger im Mordfall "Michelle" der Polizei stellte und festgenommen wurde, mobilisierte die Hooligangruppierung "Blue Caps LE" auf ihrer Homepage nach Reudnitz für eine Demonstration unter dem Motto "härtestmögliche Strafe für Kinderschänder".

Erneut Scheibe des 'Atari' eingeworfen

17.

Februar
2009
Dienstag

Nachdem bereits drei Wochen zuvor eine andere Scheibe des reudnitzer Ladenprojekts von Unbekannten durch Steinwurf beschädigt worden war, ging in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar im Atari erneut eine Fensterscheibe durch Fremdeinwirkung zu Bruch. Festgestellt wurde der Schaden jedoch erst am nächsten Morgen. Anwohner/innen gaben an, gegen 4 Uhr nachts Lärm auf der Straße gehört zu haben, dessen Ursache sie aber nicht nachgingen.

Scheibe des 'Atari' eingeworfen

28.

Januar
2009
Mittwoch

Am 28.01. kam es zum dritten Angriff in Folge. Gegen 21 Uhr wurde eine Schaufensterscheibe des Ladenprojektes mit einem Pflasterstein eingeworfen. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich einige auffällige Gruppen in der Umgebung des Atari auf, die unter anderem das Geschehen mit Handykameras aufzeichneten.

Es wurde Anzeige erstattet.

Reudnitzer Ladenprojekt 'Atari' von Unbekannten angegriffen

16.

Januar
2009
Freitag

In der Nacht zu Freitag klopfte gegen 1 Uhr eine Gruppe von fünf Personen an die verschlossene Tür des Ladenprojektes Atari in Reudnitz. Dort hielten sich zu diesem Zeitpunkt noch einige Gäste einer abendlichen Veranstaltung auf. Als diese versuchten, die Tür von innen zu öffnen, traten die Angreifer von außen auf die Tür ein, um sich gewaltsam Zugang zu verschaffen. Da dies nicht gelang, ließen sie von der in Mitleidenschaft gezogenen Tür ab und sammelten sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite, um schließlich in Richtung Lene-Voigt-Park zu verschwinden.

Rechter Übergriff auf junge Frau in Reudnitz

13.

Januar
2009
Dienstag

Am Dienstagabend wurde in Reudnitz eine junge Frau Opfer rechter Belästigung und Gewalt.

"Sieg Heil"-Rufe in der Riebeckstrasse

12.

Juli
2008
Samstag

Vier Personen riefen am späten Abend in der Reudnitzer Riebeckstraße Naziparolen. Dabei versuchten sie, Autos anzuhalten und den Verkehr zu blockieren. Nach Zeugenaussagen sollen „Sieg Heil"-Rufe zu vernehmen gewesen sein. Polizeibeamte trafen wenig später auf zwei Männer (20,26 ) und zwei Frauen (26,28). Die Berliner und Leipziger waren angetrunken und mussten sich einer Blutentnahme unterziehen. Ein Ermittlungsverfahren wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen wurde eingeleitet.