Leipzig | chronik.LE

Leipzig

Neonazis bedrohen in Leipziger Straßenbahn

14.

Juni
2019
Freitag

Am Leipziger Hauptbahnhof steigen zwei alkoholisierte muskulöse Männer in die TRAM-Linie 3 Richtung Taucha. Sie unterhalten sich über Fußballfans eines anderen Vereins welche "auch nur Juden" seien. Kurz darauf stimmen sie das sogenannte "U-Bahn-Lied" an und besingen darin eine von Probstheida nach Auschwitz zu errichtende U-Bahn-Linie . Mittels dieser U-Bahn sollen gegnerische Fußballfans und unliebsame Personen aus Probstheida (Standort des Lok-Stadions) in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz geschickt und dort vernichtet werden.

Neonazistisches Graffiti in Grünau angebracht

25.

Juni
2019
Dienstag

Am Grünauer Allee-Center, einem vielfrequentierten Einkaufszentrum im Herzen von Grünau, wird mit weißer Farbe ein neonazistisches Graffiti angebracht. Zu lesen ist "NS Zone Grünau SS".

Neonazis greifen Person in Mockau an

23.

Juni
2019
Sonntag

In der Nacht von Samstag zu Sonntag verprügeln gegen 3 Uhr mehrere Rechte an der Ecke Oelßnerstraße/Wilhelm-Busch-Straße in Leipzig-Mockau eine Schwarze Person. Als die Polizei kommt rufen die Täter laut "Sieg Heil" und "Heil Hitler" sowie weitere rechte Parolen.
Da die Täter scheinbar nicht von der Polizei in Gewahrsam genommen werden, können sie ungestört weiter neonazistische Parolen grölen und Anwohner_innen bedrohen.

Neonazistische Sticker in Meusdorf angebracht

22.

Juni
2019
Samstag

An einem Straßenverkehrsschild an der Ecke Joachim-Gottschalk-Weg und Romain-Rolland-Weg werden mehrere neonazistische Sticker angebracht. So ist auf einem der Slogan "White Power" mit einer Flagge der ehemaligen konföderierten Staaten von Amerika abgebildet. Diese südlichen Bundesstaaten der USA spalteten sich 1861 von den USA ab, unterlagen im US-Bürgerkrieg und kehrten 1865 in den Gesamtstaat zurück. Grund war die Wahl Abraham Lincolns zum Präsidenten sowie dessen ablehnende Haltung zur Sklaverei (welche in den Südstaaten weit verbreitet war).

Antisemitische Schmiererei im Amtsgericht

13.

Juni
2019
Donnerstag

Auf der öffentlichen Herrentoilette des Amtsgerichts Leipzig ist der Schriftzug "JDN BSG" angebracht. Das Kürzel steht dabei für "Juden BSG" und dient somit als antisemitische Abwertung und Beleidigung gegenüber Anhänger_innen des Fußballvereins BSG Chemie Leipzig. In der Vergangenheit wurden in und um Leipzig mehrfach solche Slogans durch Aufkleber und Graffiti angebracht.

Betrunkener Radfahrer zeigt Polizei Hitlerguß

21.

Juni
2019
Freitag

In der Nacht von Donnerstag zu Freitag fährt ein Fahrradfahrer ohne Licht auf dem Täubchenweg entlang. Als ihn deswegen Polizist_innen kontrollieren wollen versucht der Fahrradfahrer zu flüchten, was allerdings misslingt. Im Streifenwagen beleidigt er die anwesenden Polizist_innen und zeigt den Hitlergruß. Bei dem 32-jährigen werden 2.0 Promille Atemalkohol festgestellt.

Neonazistische Schmierereien in Neuschönefeld

17.

Juni
2019
Montag

Mit einem Edding werden auf dem Durchgang von der Marcusgasse zum Bernhardiplatz im Leipziger Stadtteil Neuschönefeld mehrere neonazistische Schmierereien angebracht. Darunter befinden sich mehrere Hakenkreuze, SS-Runen sowie der Slogan "Nazi-Kiez". Mit letzterem wird versucht, einen Anspruch auf eine Vorherrschaft im Stadtviertel deutlich zu machen.

Rechte Schmierereien in Roßbachstraße

10.

Juni
2019
Montag

Auf einem linken Plakat, welches zur Beteiligung an der gewerkschaftlichen Demonstration zum ersten Mai aufruft, werden neonazistische Schmierereien angebracht. Neben einem Hakenkreuz ist der Slogan "Nazikiez" zu lesen.
Kurz vor der Kommunalwahl warben an gleicher Stelle Flyer für die Wahl der AfD.

LINKEN-Büro in Grünau erneut angegriffen

8.

Juni
2019
Samstag

Erneut wird das Büro der Partei Die Linke in Grünau angegriffen. Vermutlich in der Nacht schlagen Unbekannte die Scheibe der Eingangstür ein.

Leipziger Neonazis verprügeln Schwarzen Türsteher auf Mallorca

7.

Juni
2019
Freitag

Gegen 21:30 beginnen zwei Tatverdächtige grundlos einen Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in der Diskothek "Megapark" in Palma de Mallorca anzugreifen, sodass er bewusstlos zu Boden fällt. Als er am Boden liegt schlagen die beiden Angreifer weiter auf ihn ein. Der 44-jährige Senegalese erleidet ernsthafte Schädigungen seines Rückenmarks mit Verdacht auf Querschnittslähmung. Eine Lebensgefahr besteht jedoch nicht, eine Notoperation kann verhindern, dass der Mann querschnittsgelähmt bleibt.