Leipzig

Wimpelketten "Für ein buntes Reudnitz" heruntergerissen

15.

Januar
2008
Dienstag

Mehrere Mitglieder der "Freien Kräfte Leipzig", unter ihnen der Anmelder des neonazistischen Aufmarsches vom 12. Januar 2008 haben Wimpelketten heruntergerissen, welche für ein weltoffenes und buntes Reudnitz werben sollten. Die Täter wurden von der Polizei gestellt, ihre Personalien wurden aufgenommen, und die Polizei erstattete von Amts wegen Anzeige.

Naziangriff auf Wohnhaus

19.

Januar
2008
Samstag

Eine Woche nach dem Aufmarsch der „Freien Kräfte“ durch Reudnitz griffen Nazis das Haus in der Holsteinstraße erneut an, vor dem sie eine Zwischenkundgebung abgehalten hatten. Erst bewarfen zwei Nazis, die später gefasst wurden, das Haus mit Steinen, dann kamen noch einmal sechs, die versuchten Wohnungstüren einzutreten, Feuerwerkskörper in Briefschlitze steckten und schließlich eine Scheibe einwarfen. Die Angreifer konnten unerkannt entkommen.

Nazis versuchen Kundgebung gegen "Thor Steinar"-Verkaufsstelle zu stören

17.

April
2008
Donnerstag

Bei einer angemeldeten Kundgebung vor dem Bekleidungsgeschäft "Boombastic" im Grünauer Allee-Center, auf der ca. 60 Menschen gegen den Verkauf der Nazimarke Thor Steinar demonstrierten, kam es zu Störversuchen durch der Nazi-Szene angehörige Personen. Zu tätlichen Angriffen ihrerseits kam es nicht.

Alternativer Fanladen in Leipzig Connewitz angegriffen

20.

April
2008
Sonntag

In der Nacht zum 20. April wurde der "Fischladen" (eine v.a. aus dem Umfeld des Fußballvereins Roter Stern besuchte Kneipe) in der Wolfgang-Heinze-Straße angegriffen. Unbekannte Täter, welche mit 2 Autos unterwegs waren, warfen mit Steinen Schaufensterscheiben ein und warfen auch einen Brandsatz an die Aussenfassade des Ladens. Letzterer richtete jedoch keine größeren Schäden an.

Nazis versuchen Kundgebung gegen "Thor Steinar"-Laden zu stören

19.

April
2008
Samstag

Vom 17. bis 19. April führte das „Ladenschluss-Bündnis“ Kundgebungen gegen vier Geschäfte, die u.A. auch Thor Steinar verkaufen, in Grünau und in der Innenstadt durch. Während der Kundgebung gegen das „Boombastic“ im Grünauer Allee-Center am 18. April sammelten sich 15 bis 20 Nazis und bedrohten die Anwesenden. Am 19. April versuchte eine Gruppe rechter Fußball-Hooligans die Kundgebung gegen den Thor Steinar Laden "Tönsberg" von der gegenüber liegenenden Straßenseite aus mit Wurfgeschossen und Pyrotechnik anzugreifen. Die Polizei konnte rechtzeitig einschreiten.

Randale bei "Courage zeigen"-Konzert im Anker

11.

April
2008
Freitag

Am Freitagabend griffen laut Leipziger Polizei und Indymedia gegen 23 Uhr etwa zehn Personen den Vorentscheid des Bandwettbewerbs "Leipzig zeigt Courage" im Stadtteilzentrum Anker an. Die Angreifer zerstörten mehrere Schaukästen und Scheiben, der gesamte außenliegende Raucherbereich wurde verwüstet. Vorhandenes Sitzmobiliar und Steine dienten als Wurfgeschosse. Zudem wurde mindestens ein Feuerwerkskörper in das Gebäude abgefeuert. Die teils vermummten Angreifer attackierten mehrere Personen direkt, größere Verletzungen blieben aber aus.

"Aryan Brotherhood"-Club polizeilich geräumt

31.

Januar
2008
Donnerstag

Das Klubhaus "Aryan Brotherhood" wurde bereits im Januar polizeilich geräumt, da laut Ordnungsamt der Stadt Leipzig ordnungswidrig ein Gewerbe unterhalten wurde. Bekannt wurde dies erst im März durch eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion im Stadtrat.

Anschlag auf Abgeordnetenbüro der Linkspartei in Leipzig

18.

März
2007
Sonntag

Am Wochenende hat es erneut einen Anschlag auf das Leipziger Büro des Landtagsabgeordneten Dietmar Pellmann gegeben.

Neonazis überfallen Filmveranstaltung im Cineding

30.

Januar
2007
Dienstag

Eine größere Gruppe Neonazis hat BesucherInnen einer Filmveranstaltung im Leipziger Kino Cineding angegriffen. Die Nazis, mit Handschuhen, Pfefferspray und Zahnschutz ausgestattet, schlugen auf mehrere Personen ein und versprühten Pfefferspray. Zwei Personen wurden verletzt.

Nazibeflaggung in der Eisenbahnstraße

15.

März
2008
Samstag

Bewohner der Eisenbahnstraße hängten mehrere Deutschlandfahnen sowie Fahnen mit den "Reichsfarben" und dem Ritterkreuz aus privaten Wohnungen, um Ihre Solidarität mit der tags zuvor von der Stadt verbotenen Nazidemo zu demonstrieren.